Verhaftung zweier Verdächtiger nach Erschießung der Vloggerin Alicia Lipata
Die philippinische Polizei hat zwei Verdächtige im Fall der Vloggerin Alicia Lipata festgenommen. Die als „Mima Alicia“ bekannte Unterstützerin von Präsident Marcos wurde am 17. Juli in Caloocan City von zwei Männern auf einem Motorrad erschossen.
Die Festnahme erfolgte am vergangenen Donnerstag in Mabalacat City in der Provinz Pampanga, wie der Sprecher der Nationalen Polizeibehörde (PNP), Oberst Allen Rae Co, während einer Pressekonferenz im Camp Crame mitteilte. Die Ermittler identifizierten die Männer unter den Pseudonymen M.S. (58), ein Bewohner von Caloocan City, und J.A. (48) aus Cavite. Laut Co ist der mutmaßliche Schütze M.S. bereits wegen mehrerer früherer Fälle bekannt.
Bei der Durchsuchung wurden zwei Handgranaten sowie eine .45-Kaliber-Pistole und eine 9-mm-Pistole sichergestellt. Die Polizei vermutet, dass die .45-Kaliber-Waffe bei der Tötung der Vloggerin zum Einsatz kam. Gegen die beiden Männer werden Anklagen wegen Mordes sowie wegen Verstößen gegen die Gesetze zur Regulierung von Schusswaffen und Munition (Republic Act No. 10591) und zum illegalen Besitz von Sprengstoffen (RA No. 9516) erhoben.
Die Ermittler untersuchen derzeit, ob der Mord im Zusammenhang mit Lipatas politischen Äußerungen oder ihrem Privatleben steht. Co wies darauf hin, dass die Verdächtigen das Haus der Vloggerin etwa 15 bis 20 Minuten vor ihrer Ankunft betreten hatten, was auf eine Überwachung ihrer Bewegungen hindeutet. Zudem gibt es Hinweise auf weitere Beteiligte. Innenminister Jonvic Remulla erklärte zuvor, dass die Polizei eine mögliche Verbindung der Verdächtigen zu einem kriminellen Syndikat im Süden des Landes prüft.