USA erheben zusätzliche Zölle auf philippinische Exporte
Die US-Regierung hat einen zusätzlichen Zoll von 12,5 Prozent auf Exporte aus den Philippinen verhängt. Die Regierung unter Präsident Ferdinand Marcos Jr. kündigte am Freitag an, den Dialog mit den Vereinigten Staaten fortzusetzen, während sie die Auswirkungen dieser Maßnahme auf die philippinischen Warenströme prüft.
Hintergrund der Entscheidung ist ein Bericht des US-Handelsamtes. Nach einer mehrmonatigen Untersuchung von 60 Volkswirtschaften kam die US-Behörde zu dem Schluss, dass die Philippinen es versäumt haben, ein Verbot von Importen aus Zwangsarbeit wirksam durchzusetzen. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte dazu, dass die USA bereits seit fast einem Jahrhundert ein solches Verbot streng handhaben und es an der Zeit sei, dass auch die Handelspartner dies tun.
Claire Castro, Pressesprecherin des Präsidentenpalastes, erklärte, man respektiere die Entscheidung und die Prozesse der USA. Im Rahmen der laufenden Überprüfungen habe die philippinische Seite jedoch betont, dass das Land über eine strikte Politik gegen Zwangsarbeit verfüge. Zudem wurde die Regierung über eine am Donnerstag unterzeichnete gemeinsame Verwaltungsanordnung informiert, die einen Mechanismus zur Verhinderung von Importen aus Zwangsarbeit etablieren soll.
Die philippinische Regierung plant nun, die Ausnahmen von den Zöllen sowie deren konkrete Auswirkungen auf die Wirtschaft genau zu untersuchen. Die USA sind ein bedeutender Handelspartner: Im Jahr 2025 beliefen sich die philippinischen Exporte in die USA auf 13,44 Milliarden US-Dollar, was etwa 15,9 Prozent der gesamten Exporte des Landes entspricht. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 14,5 Milliarden US-Dollar.
Quellen
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