USA erheben 12,5 Prozent Zoll auf philippinische Exporte
Auf Produkte aus den Philippinen wird künftig ein Zoll von 12,5 Prozent erhoben. Dies betrifft unter anderem Elektronik, Halbleiter, Maschinen, Textilien, Kokosprodukte sowie verarbeitete Lebensmittel. Die zusätzliche Abgabe muss von den US-Importeuren gezahlt werden, die philippinische Waren in den amerikanischen Markt bringen.
Hintergrund dieser Maßnahme ist die Bekämpfung von Zwangsarbeit in globalen Lieferketten. Die US-Regierung hat eine Initiative gestartet, um Handelspartner dazu zu ermutigen, ihre Maßnahmen gegen Zwangsarbeit zu verschärfen. Die Entscheidung des Office of the United States Trade Representative (USTR) basiert auf einer Untersuchung gemäß Section 301 des US-Handelsgesetzes von 1974.
Im Rahmen dieser Prüfung, die im März 2026 begann, wurden 60 Handelspartner untersucht. Dabei wurde analysiert, ob diese Länder Gesetze gegen den Import von Waren aus Zwangsarbeit vorhalten und ob diese auch effektiv durchgesetzt werden. Die Philippinen fallen unter die höhere Zollstufe von 12,5 Prozent, während Länder mit verbindlichen Verboten gegen Importe aus Zwangsarbeit einen niedrigeren Zollsatz von 10 Prozent erhalten.
Die neue Regelung könnte die Wettbewerbsfähigkeit philippinischer Exporte beeinträchtigen, da die Produkte für US-Käufer teurer werden. Es besteht das Risiko, dass US-Unternehmen ihre Einkäufe bei philippinischen Lieferanten reduzieren oder auf alternative Quellen mit geringeren Handelskosten ausweichen.
Die US-Behörden begründen den Schritt damit, dass Produkte aus Zwangsarbeit unfaire Handelsvorteile schaffen und Arbeitnehmerrechte untergraben würden. Von den Zöllen ausgenommen sind laut den Durchführungsrichtlinien bestimmte Rohstoffe sowie Güter, die als essenziell für die US-Wirtschaft eingestuft werden.
Quellen
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