US-Zölle auf philippinische Exporte steigen aufgrund von Zwangsarbeits-Untersuchungen
EditDie Vereinigten Staaten haben die Zölle auf bestimmte Importe aus den Philippinen von 10 Prozent auf 12,5 Prozent angehoben. Grund dafür ist eine Untersuchung des US-Handelsbeauftragten (USTR), die ergab, dass die Philippinen es versäumt haben, ein Verbot von Importen, die durch Zwangsarbeit entstehen, wirksam durchzusetzen.
Die Erhöhung betrifft vor allem arbeitsintensive Branchen wie die Herstellung von Lederwaren und Reisegepäck, Bekleidung, Schuhe sowie Spielzeug. DTI sind insgesamt 34,28 Prozent der philippinischen Exporte in die USA betroffen, was einem Warenwert von 6,25 Milliarden US-Dollar entspricht.
Ferdinand Ferrer, Präsident der philippinischen Handelskammer (PCCI), bezeichnete die zusätzlichen Abgaben als besorgniserregend. Er betonte jedoch, dass die Erhöhung auf fundierten Beweisen basieren müsse. Es gebe derzeit Unklarheiten darüber, welche spezifischen Produkte genau unter die neuen Bestimmungen fallen. Sollten sich die Vorwürfe bezüglich der Verwendung von Zwangsarbeit bei Vorprodukten bestätigen, müssten betroffene Hersteller ihre Lieferketten diversifizieren und alternative Materialien beziehen, bei denen die Abwesenheit von Zwangsarbeit sichergestellt ist.
Trotz der höheren Zölle, die die Wettbewerbsfähigkeit einiger philippinischer Produkte schwächen könnten, stellt sich die Lage im regionalen Vergleich differenziert dar. Die Philippinen sind nicht von einer separaten Untersuchung des USTR bezüglich struktureller Überkapazitäten betroffen, die unter anderem China, die Europäische Union, Singapur, Südkorea, Indien und Vietnam umfasst. Ferrer erklärte, dass man keinen Wettbewerbsvorteil durch ungleiche Handelsbedingungen anstrebe, sondern durch Qualität und Kostenstruktur überzeugen wolle.














