US-Zölle auf philippinische Exporte gefährden Arbeitsplätze
Die Einstufung philippinischer Exporte in eine höhere Zollklasse von 12,5 Prozent durch die USA sorgt für massive Besorgnis bei Wirtschaftsverbänden in Cebu. Diese Entscheidung gefährdet insbesondere Arbeitsplätze sowie Mikro-, kleine und mittlere Unternehmen, die bereits unter hohen Produktions- und Logistikkosten sowie intensivem globalem Wettbewerb leiden.
Grund für diese Entscheidung des Office of the United States Trade Representative (USTR) ist eine Überprüfung, die Lücken bei der Durchsetzung von Maßnahmen gegen Waren aus Zwangsarbeit in den Philippinen aufzeigte. Während Länder, die wirksame Importverbote gegen Zwangsarbeit umgesetzt haben, einen niedrigeren Zollsatz von 10 Prozent erhalten, wurde die Philippinen aufgrund unzureichender Schutzmaßnahmen in die höhere Kategorie eingestuft.
Ein interministerieller Ausschuss, DTI, dem DOLE und DOF, wurde zwar zur Stärkung der Warenkontrollen gebildet, jedoch erst nach Abschluss der US-Überprüfung, wodurch die Philippinen den niedrigeren Satz im aktuellen Zyklus nicht mehr erreichen konnten. Organisationen wie Philexport Cebu und die MCCI warnten vor den Folgen der höheren Zollklasse, die die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Produkte verringere und Käufern den Anreiz entziehe, Waren aus den Philippinen zu beziehen.
Die philippinische Regierung plant nun Verhandlungen mit den USA, um den Zollsatz auf mindestens 10 Prozent zu senken. Der philippinische Botschafter in den USA, Jose Manuel Romualdez, erklärte, man befinde sich in kontinuierlichem Austausch. Ein zentraler Verhandlungspunkt soll der Nachweis sein, dass Waren aus Kinderarbeit von der Exportliste entfernt werden. Geleitet wird das Verhandlungsteam von Handelsunterstaatssekretär Allan Gepty, und Romualdez wies darauf hin, dass die aktuellen 12,5 Prozent immer noch deutlich unter dem früheren Satz von 19 Prozent lägen, der vom US-Obersten Gericht abgeschafft wurde.
Quellen
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