US-Verteidigungsexperte Colby wirbt in Südostasien für „flexiblen Realismus“
EditDer US-Unterstaatssekretär für Verteidigungspolitik, Elbridge Colby, hat während einer Reise durch wichtige Hauptstädte Südostasiens die amerikanische Strategie des sogenannten „flexiblen Realismus“ verteidigt. In einer Rede in Manila betonte der Pentagon-Strategist, dass dieser Ansatz den praktischen Interessen der US-Bürger diene. Er erklärte zudem, dass die Strategie die Werte vieler südostasiatischer Nationen widerspiegele, darunter Pragmatismus, Dialogbereitschaft, Respekt gegenüber Partnern sowie ein Fokus auf wirtschaftlichen Wohlstand und nationalen Stolz.
Colby argumentierte, dass die Vereinigten Staaten durch Lastenteilung, gegenseitigen Kapazitätsaufbau und diplomatische Gegenseitigkeit in einer historischen Position seien, um ihre strategische Führung in der Region erneut zu festigen. Trotz dieser Ausführungen zeigt sich in Südostasien eine Skepsis gegenüber dem strategischen Engagement der USA. Viele Staaten der Region haben ihre strategische Zusammenarbeit mit China intensiviert.
Die Kritik an der US-Außenpolitik wird durch Faktoren wie US-Zölle und die Energiekrise infolge des Iran-Krieges verstärkt. Auch gegenüber den Philippinen, dem engsten Verbündeten der USA in Südostasien, wird bemängelt, dass Washington trotz wachsender Herausforderungen nicht genügend militärische und wirtschaftliche Unterstützung leistet. Colby selbst gilt als einflussreicher Vertreter der amerikanischen strategischen Elite mit Unterstützung innerhalb der Republikanischen Partei, unter anderem durch den US-Vizepräsidenten J.D. Vance.


