Politik: Landesweit

US-Anklage gegen philippinische Staatsangehörige wegen illegaler Stimmabgabe

In Hawaii wurde gegen eine 19-jährige philippinische Staatsangehörige Anklage erhoben, weil sie mutmaßlich bei der US-Präsidentschaftswahl im November 2024 illegal abgestimmt hat. Die junge Frau, Bernadette Acaso, besitzt den Status eines dauerhaften Aufenthaltsberechtigten (Green Card Holder), ist jedoch keine US-Staatsbürgerin.

City Hall Sign On The Side Of A BuildingNaturesCharm
Symbolbild: Envato

Nach Angaben des US-Staatsanwalts Ken Sorenson soll Acaso einen per Post versandten Stimmzettel abgegeben haben, obwohl ihr das Wahlrecht nicht zustand. Die Ermittlungen der US-Behörden ergaben, dass Acaso im Jahr 2018 mit einem Einwanderungsvisum aus den Philippinen in die USA kam und später den Status eines rechtmäßigen ständigen Bewohners erhielt. Während der Wahl im Jahr 2024 war sie jedoch noch keine US-Staatsbürgerin.

Bundesbehörden teilten mit, dass Acaso in einem Gespräch mit Ermittlern eingeräumt habe, sich ihrer fehlenden Staatsbürgerschaft zum Zeitpunkt der Stimmabgabe bewusst gewesen zu sein. Der Fall wird derzeit vom Federal Bureau of Investigation (FBI) sowie von Homeland Security Investigations untersucht. Die Anklage wurde am 22. Juli durch die stellvertretende Staatsanwältin Heidi Turner erhoben.

Sollte Acaso für die unrechtmäßige Stimmabgabe durch einen Nicht-Staatsbürger verurteilt werden, drohen ihr eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr, eine einjährige Bewährungsfrist sowie eine Geldstrafe von bis zu 100.000 US-Dollar. Das endgültige Strafmaß wird ein Bundesrichter unter Berücksichtigung der US-Strafrichtlinien festlegen. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt Acaso als unschuldig.