Unterstützer versammeln sich vor Quezon City vor Anklageerhebung gegen Sara Duterte
EditVor dem Rathaus von Quezon City haben sich Anhänger von Vizepräsidentin Sara Duterte versammelt, um ihre Unterstützung vor der bevorstehenden Anklageerhebung zu zeigen. Die Gruppe, darunter Mitglieder der Inday Sara Movement Philippines, traf bereits gegen 5:00 Uhr morgens ein und führte Banner sowie Plakate mit der Aufschrift „Protect VP Sara“ mit sich. Schätzungen der Bewegung zufolge wird mit etwa 300 Unterstützern gerechnet.
Die Anklageerhebung findet am Freitag um 8:30 Uhr vor der 98. Abteilung des Regionalen Strafgerichts von Quezon City statt. Laut ihrem Sprecher, dem Rechtsanwalt Paolo Panelo Jr., wird die Vizepräsidentin persönlich an dem Termin teilnehmen, da dies gesetzlich vorgeschrieben sei. Im Rahmen des Verfahrens wird Duterte offiziell über die Vorwürfe informiert und muss dazu aufgefordert werden, ein Geständnis abzugeben. Sollte sie sich weigern, ein Plädoyer abzugeben, wird das Gericht gemäß dem Standardverfahren ein Nichtschuldbekenntnis für sie protokollieren.
Gegenstand des Verfahrens sind drei Anklagepunkte wegen schwerer Drohungen. Diese gehen auf Äußerungen von Duterte im November 2024 zurück, in denen sie behauptete, im Falle ihres eigenen Todes jemanden beauftragt zu haben, Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Araneta-Marcos sowie den damaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, zu töten. Das Justizministerium hatte die Anklage aufgrund dieser Aussagen aus einer Online-Pressekonferenz am 11. August erhoben.
Nachdem gegen Duterte am 4. September ein Haftbefehl erlassen worden war, leistete sie am darauffolgenden Tag Kaution in Höhe von insgesamt 360.000 Pesos. Parallel zum Gerichtsverfahren in Quezon City hat das Lager der Vizepräsidentin am Donnerstag beim Obersten Gerichtshof (Supreme Court) einen Eilantrag gestellt. Duterte versucht damit, das Verfahren zu stoppen, indem sie geltend macht, als amtierendes Amtsträgerin Immunität vor einer Anklage genieße. Dieselben Äußerungen sind zudem Bestandteil eines Amtsenthebungsverfahrens im Senat.




