Gesellschaft

Umweltschützer klagen gegen Baumfällungen in Manila

Entlang der Quirino Avenue und des Roxas Boulevard in Manila sollen Bäume gefällt werden, um Platz für das Projekt Southern Access Link Expressway (SALEX) zu schaffen. Doch zwei Aktivisten, Joaquin Bautista und Elisha Zantua, haben beim Obersten Gerichtshof der Philippinen (Supreme Court) einen Antrag auf eine vorläufige Umweltschutzverordnung eingereicht, um die Fällungen zu stoppen.

Positive female volunteer with garbage bag cleaning up the forest. Charity and ecology conceptprathanchorruangsak
Symbolbild: Envato

Die Klage richtet sich gegen Umweltbehörden sowie gegen das Unternehmen San Miguel Corporation, das das Projekt verantwortet. Die Petenten fordern zudem, dass der Supreme Court Abschnitt 23 des philippinischen PPP-Gesetzes (Public-Private Partnership Code) für verfassungswidrig erklärt, da diese Bestimmung es niedrigeren Gerichten untersagt, vorläufige Umweltschutzverordnungen auszustellen.

Bautista betonte in einem Interview, dass die San Miguel Corporation die Fällungen in Manila einstellen müsse, da die Menschen ein Recht auf eine ausgewogene und gesunde Ökologie hätten. Auch Elisha Zantua hob die Bedeutung der Bäume hervor, insbesondere angesichts der aktuellen Hitze und der häufigen Taifune in den Philippinen, wo die Luftqualität für die Bevölkerung lebensnotwendig ist.

Das Projekt SALEX ist ein rund 40,65 Kilometer langes, erhöhtes Autobahnnetz, das unter anderem die Shoreline Expressway sowie drei Erweiterungen des Metro Manila Skyway umfasst. Laut der Regulierungsbehörde Toll Regulatory Board (TRB) ist die San Miguel Corporation der Investor des Vorhabens. Das Umweltministerium (Department of Environment and Natural Resources, DENR) teilte am Mittwoch mit, dass die Baumfällarbeiten an der Quirino Avenue aufgrund von Widerständen aus der Bevölkerung vorübergehend freiwillig ausgesetzt wurden.

Quellen