Umfrage: Nur 10 Prozent der Filipinos sind mit Maßnahmen gegen Flutschutz-Korruption zufrieden
EditDie philippinische Bevölkerung zeigt sich mit der Reaktion von Präsident Ferdinand Marcos Jr. auf den Korruptionsskandal im Bereich des Hochwasserschutzes weitgehend unzufrieden. Laut der ersten Veröffentlichung des National Momentum Survey, einer Umfrage des neu gegründeten Instituts Momentum Research, halten lediglich 10 Prozent der Befragten die Bemühungen der Regierung für ausreichend.
Die Mehrheit der Filipinos bewertet die Maßnahmen der Administration zur Aufarbeitung der Unregelmäßigkeiten bei Hochwasserschutzprojekten als unzureichend (43 %) oder mangelhaft (41 %). Cleve Arguelles, Gründer und CEO von Momentum Research, erklärte, dass die Daten zwar zeigen, dass die Regierung Schritte unternommen hat, die öffentliche Meinung jedoch deutlich davon überzeugt ist, dass mehr hätte getan werden müssen. Die Rechenschaftspflicht bei den mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten sei eines der wichtigsten Anliegen der Bevölkerung.
Die Unzufriedenheit zeigt sich in allen Regionen des Landes. In Mindanao ist die Kritik am stärksten: 61 % der dortigen Befragten gaben an, dass die Regierung überhaupt nichts unternommen habe, um den Korruptionsskandal ernsthaft anzugehen. In Metro Manila (43 %), den Visayas (40 %) und dem Rest von Luzon (31 %) fielen die Werte für fehlende Maßnahmen ebenfalls hoch aus. Die allgemeine Zufriedenheit mit der Reaktion der Regierung bleibt regional niedrig, wobei sie in Mindanao mit 6 % den landesweit geringsten Wert erreichte.
Auch innerhalb politischer Lager ist die Zustimmung gering. Selbst unter Anhängern von Präsident Marcos (Pro-Marcos) gaben mehr Menschen an, dass die Bemühungen nicht ausreichten (46 %), als dass sie die Maßnahmen für ausreichend hielten (42 %). Die schärfste Kritik kommt von Anhängern der Duterte-Fraktion, wo lediglich 2 % die Maßnahmen als angemessen bewerteten. Bei Anhängern der Opposition und politisch Unabhängigen liegt die Zufriedenheit ebenfalls bei lediglich 6 % bzw. 10 %.
Der Korruptionsskandal im Hochwasserschutz ist für viele Filipinos ein zentrales Thema. In der Umfrage nannten 43 % der Befragten Korruption oder den Flutschutzskandal als vorrangiges Problem, womit dieses Thema wichtiger eingestuft wurde als die Schaffung von Arbeitsplätzen (28 %) oder die Bekämpfung der Inflation (23 %).


