Umfrage: Mehrheit der Filipinos fordert rechtsbasierte Entscheidung im Amtsenthebungsverfahren gegen VP Duterte
Im laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte fordert eine deutliche Mehrheit der philippinischen Bevölkerung, dass die Entscheidung der Senatoren auf Gesetzen und Beweisen basieren sollte. Laut einer im Juli 2026 durchgeführten „Tugon ng Masa“-Umfrage (TNM) des Instituts OCTA Research bevorzugen 71 Prozent der Befragten eine rechtliche Grundlage gegenüber politischen Erwägungen.
Die Umfrage wurde zwischen dem 4. und 11. Juli 2026 durchgeführt, während das Verfahren im Senat bereits in der Eröffnungsphase war. Dabei wurden 1.200 Personen ab 18 Jahren in persönlichen Interviews befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass nur 21 Prozent der Teilnehmer der Meinung sind, dass politische Überlegungen bei der Abstimmung der Senatoren die wichtigste Rolle spielen sollten.
OCTA Research betonte, dass die Umfrage nicht die Unterstützung für eine Verurteilung oder einen Freispruch der Vizepräsidentin misst. Vielmehr spiegele sie die Erwartungen der Öffentlichkeit an die Integrität, Fairness und Legitimität des gesamten Prozesses wider. Die Befragten trennen demnach den politischen Kontext eines Amtsenthebungsverfahrens von der notwendigen verfassungsmäßigen und rechtlichen Entscheidungsgrundlage.
Diese Erwartung an eine evidenzbasierte Entscheidungsfindung ist laut den Umfrageergebnissen landesweit konsistent. Sie findet sich in allen vier großen geografischen Regionen der Philippinen sowie über alle sozioökonomischen Schichten und demografischen Gruppen hinweg. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Bevölkerung einen hohen Wert auf rechtsstaatliche Verfahren und die unparteiische Wahrnehmung der verfassungsmäßigen Rolle der Senatoren legt.