Umfrage: 72 Prozent der Filipinos sehen Desinformation als großes Problem
EditDie Verbreitung von Falschinformationen wird von einer deutlichen Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung auf den Philippinen als erhebliches Problem eingestuft. Laut einer im Juli 2026 veröffentlichten Umfrage des Instituts Pulse Asia betrachten 72 Prozent der Befragten die Desinformation als ein großes Problem für das Land.
Im Detail bewerteten 32 Prozent die Lage als „sehr groß“ und 40 Prozent als „etwas groß“. Demgegenüber äußerten sich 24 Prozent unentschieden, während lediglich 4 Prozent die Verbreitung von Fake News als kleines Problem wahrnahmen. Die Erhebung, bekannt als Ulat ng Bayan National Survey, basierte auf persönlichen Interviews mit 2.400 Erwachsenen zwischen dem 28. Juni und dem 6. Juli.
Trotz der Besorgnis über die Informationslage zeigt die Umfrage Defizite bei der Verifizierung von Nachrichten. Nur 56 Prozent der Erwachsenen gaben an, eine andere vertrauenswürdige Quelle heranzuziehen, um die Wahrheit zwischen zwei widersprüchlichen Informationen zu prüfen. Etwa 19 Prozent vertrauen auf Informationen, denen die Mehrheit zustimmt, während 14 Prozent die erste Information glauben, der sie begegnen. Weitere 11 Prozent akzeptieren schlicht, dass es zu jeder Geschichte zwei Seiten gibt.
Die digitale Nutzung ist auf den Philippinen extrem hoch: 85 Prozent der Erwachsenen nutzen das Internet, wobei 80 Prozent täglich mehr als einmal online gehen. Facebook ist dabei die dominierende Plattform; 99 Prozent der Internetnutzer sind dort registriert, und 91 Prozent nutzen die Plattform als Nachrichtenquelle. Auch YouTube spielt eine wichtige Rolle für den Nachrichtenkonsum (61 %). TikTok wird von 42 Prozent genutzt, Instagram von 17 Prozent und Twitter/X lediglich von 6 Prozent der Internetnutzer.










