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Überschwemmungen in Davao City: Barangay Los Amigos erklärt Notstand
Nach schweren Überschwemmungen in Davao City hat der Stadtteil Barangay Los Amigos den Katastrophenfall ausgerufen. Laut Roberto Ballarta, dem Vorsitzenden von Los Amigos, ermöglicht dieser Schritt die Nutzung von bis zu 30 Prozent des lokalen Katastrophenfonds in Höhe von 1,2 Millionen Pesos. Die Fluten am Freitagabend hatten rund 80 Prozent des Stadtteils betroffen.
Das Büro für Zivilschutz XI (OCD XI) identifizierte fünf besonders stark betroffene Gebiete unter den 182 Barangays der Stadt: Talomo, Matina, Sto. Nino, Los Amigos und Bankas. Während in Los Amigos bereits Maßnahmen eingeleitet wurden, wartet der Stadtteil Barangay Talomo Proper noch auf eine Entscheidung der Stadtverwaltung, ob dort ebenfalls ein lokaler Notstand ausgerufen werden muss. In Talomo Proper begannen die Bewohner am Samstag mit den Aufräumarbeiten, nachdem die Fluten einige Menschen in ihren Häusern eingeschlossen hatten.
In der Gegend um Taal im Distrikt Bangkal (Talomo) hat sich die Lage nach den massiven Schlammablagerungen am Samstag leicht stabilisiert. Laut Joven Mataflorida, dem Administrator des Barangays, wird der Vorsitzende Rene Villarente die Anweisungen der Stadtverwaltung abwarten, bevor über einen offiziellen Notstand entschieden wird. In der Matutum Street war das Wasser am Freitagabend so hoch, dass es fast die Hausdächer erreichte.
Die medizinische Versorgung der Betroffenen steht im Fokus. Bewohner berichteten, dass sie auf die Bereitstellung von Medikamenten zur Vorbeugung von Infektionen warten. Über soziale Medien und lokale Führungspersönlichkeiten wurden Anwohner angewiesen, Gesundheitszentren oder die Lourdes-Kirche in Bangkal aufzusuchen, um sich gegen Infektionen durch Doxycyclin und Tetanus-Impfungen zu schützen. Das städtische Gesundheitsamt meldete bis Samstagmittag die Verteilung von 147 Doxycyclin-Dosen, 43 Tetanus-Impfungen und 15 Antibiotika-Dosen für Kinder. Am Freitagabend suchten 109 Familien mit insgesamt 440 Personen vorübergehend Zuflucht in der Lourdes-Kirche, bevor viele am Samstag zur Reinigung ihrer Häuser zurückkehrten.