Trump verspricht Marcos Unterstützung bei Gesprächen mit Xi Jinping
US-Präsident Donald Trump hat dem philippinischen Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. zugesichert, die Sicherheitsbedenken der Philippinen im Südchinesischen Meer bei einem bevorstehenden Treffen mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping zur Sprache zu bringen. Dies gab das philippinische Präsidentenpalast (Malacañang) am Donnerstagabend bekannt.
In einem Telefonat am 23. Juli erörterten die beiden Staatschefs zudem die aktuelle globale, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Lage, so Dave Gomez, Sekretär für Palastkommunikation. Das Treffen zwischen Trump und Xi ist für September geplant, wenn der chinesische Präsident eine Reise in die USA antritt.
Das Telefonat folgte auf einen Besuch des US-Außenministers Marco Rubio in Manila am 22. Juli. Rubio, der im Rahmen der ASEAN-Gipfel in der philippinischen Hauptstadt zu Gast war, wurde von Präsident Marcos über die jüngsten Vorfälle im Südchinesischen Meer informiert. Laut Palastangaben war das Gespräch mit Trump eine direkte Folge des Treffens mit Rubio.
Anlass der Spannungen war ein Vorfall am 20. Juli im Ayungin-Riff (Second Thomas Shoal). Dort kam es zu einer Konfrontation zwischen Personal der chinesischen Küstenwache und philippinischen Soldaten, die auf dem Wrack der BRP Sierra Madre stationiert sind. Bei dem Handgemenge wurden zwei philippinische Soldaten verletzt, einer von ihnen erlitt eine Kopfverletzung. Präsident Marcos besuchte die Verletzten kurz vor dem Telefonat mit Trump in Palawan und ehrte sie mit dem Order of Lapu-Lapu.
Das Ayungin-Riff liegt innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone der Philippinen, wird jedoch von China beansprucht. China erkennt das Schiedsspruch-Urteil von 2016, das die Rechte der Philippinischen Wasser bestätigt, nicht an. Die diplomatischen Spannungen zwischen Manila und Peking haben sich verschärft, nachdem beide Seiten gegenseitig Proteste einlegten und Gesandte einbestellten. Auch die philippinische Außenministerin Maria Theresa Lazaro thematisierte den Vorfall in einem Gespräch mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi, der seinerseits Protest einlegte.