Sport: Agusan del Sur

Trauer um verstorbenen Basketball-Star: Mutter wird wegen Kritik an Ateneo-Spielern kritisiert

Nach dem tragischen Tod des 18-jährigen Basketballtalents Rene „Bobet“ Baterbonia sorgt ein Social-Media-Post seiner Mutter für Diskussionen in der philippinischen Öffentlichkeit. Rovelyn Baterbonia wurde von Internetnutzern dazu aufgerufen, ihre Trauer nicht gegen die Studentensportler des Ateneo Blue Eagles Basketballteams zu richten.

Basketball Player Jumping to Score During Night GameGeorgeRudy
Symbolbild: Envato

Der Vorfall ereignete sich am 8. Juni in einem Resort in Dipaculao, Aurora, während einer Teambuilding-Aktivität. Dort ertrank der junge Sportler, der unter dem Spitznamen „Mr. MVP“ bekannt war. Baterbonia war ein herausragender Spieler, der als wertvollster Spieler (Most Valuable Player) der Palarong Pambansa 2025 ausgezeichnet wurde und die Region Davao zum ersten Mal zum Basketball-Meisterschaftstitel in diesem Wettbewerb geführt hatte. Er war Empfänger des staatlichen Unterstützungsprogramms Pantawid Pamilyang Pilipino Program (4Ps) und verfolgte das Ziel, durch eine professionelle Basketballkarriere seiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen.

Am Montag, den 27. Juli, teilte Rovelyn Baterbonia auf Facebook Fotos der Spieler der Ateneo Blue Eagles und kommentierte diese mit einer abfälligen Bemerkung über deren Aussehen und mangelnden Respekt. Der Beitrag generierte innerhalb kurzer Zeit rund 26.000 Reaktionen und 7.000 Kommentare. Viele Nutzer äußerten Besorgnis darüber, dass die Äußerungen die Mitspieler von Rene belasten könnten, die bereits unter dem Schock und Schuldgefühlen nach dem Unglück litten.

Kritiker in den sozialen Netzwerken wiesen darauf hin, dass die Ermittlungen des National Bureau of Investigation (NBI) bereits ergeben hätten, dass die Studenten nicht am Vorfall beteiligt waren. Das NBI empfahl am 13. Juli die Erhebung von Anklagen wegen Totschlags gegen den ehemaligen Cheftrainer Tab Baldwin sowie gegen weitere Verantwortliche, darunter Assistenztrainer, Universitätsmitarbeiter und das Personal des Resorts. Die Spieler selbst wurden in dieser Liste der Beschuldigten nicht aufgeführt.

Bereits im Juni hatte die Schwester eines Teamkollegen, Sam Reyes, die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, die Angriffe auf die Spieler zu unterlassen. Alex Reyes, ein Coach mit Schwerpunkt auf Traumatherapie, betonte damals, dass die jungen Athleten mit dem Trauma und dem sogenannten „Survivor’s Guilt“ (Überlebensschuld) konfrontiert seien und die emotionale Bewältigung in diesem Alter eine enorme Herausforderung darstelle.