Taifun Kiyapo verlässt philippinische Zuständigkeitszone, beeinflusst aber weiterhin Nordluzon
Der Taifun Kiyapo (Noul) hat am frühen Samstagmorgen, den 25. Juli 2026, die PAR verlassen. Trotz des Abzugs aus diesem Gebiet bleibt der Sturm eine Gefahr für die nördlichen Teile der Insel Luzon, da er weiterhin starke Winde und heftige Regenfälle auslösen kann.
Nach Angaben der Wetterbehörde PAGASA (Philippine Atmospheric, Geophysical, and Astronomical Services Administration) hatte sich das System rasch von einem schweren tropischen Sturm zu einem Taifun verstärkt. Um 4:00 Uhr morgens befand sich Kiyapo etwa 320 Kilometer westlich von Basco in der Provinz Batanes und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 25 km/h in Richtung Nordwesten auf China zu. Die maximal anhaltenden Windgeschwindigkeiten wurden mit 120 km/h gemessen, wobei Böen bis zu 150 km/h auftraten. Es wird erwartet, dass der Taifun vor dem Landfall in China in den nächsten 12 Stunden nochmals an Stärke gewinnt, sich jedoch nach dem Erreichen des Festlandes schnell abschwächt.
In den Philippinen war das System bereits am Freitagnachmittag als tropischer Sturm auf der Insel Camiguin in Calayan, Cagayan, auf Land getroffen. Auch wenn der Kern des Taifuns nun außerhalb der PAR liegt, sorgt sein Ausläufer weiterhin für unbeständiges Wetter. Für Samstag werden in den Provinzen Ilocos Norte, Ilocos Sur, Apayao und Abra mäßige bis starke Regenfälle zwischen 50 und 100 Millimetern erwartet. Zudem können in den restlichen Gebieten der Ilocos-Region, der Cordillera-Verwaltungsregion und dem Cagayan-Tal vereinzelte Regenschauer und Gewitter auftreten.
Zusätzlich zum Taifun beeinflusst der Südwestmonsun (Habagat) weite Teile des Landes, darunter Zentral- und Süd-Luzon sowie die Visayas und Mindanao. Die PAGASA warnt die betroffenen Gebiete vor möglichen Überschwemmungen und Erdrutschen. Für die Küstengebiete von Batanes und den Babuyan-Inseln sowie den nördlichen Küstenabschnitt von Ilocos Norte werden sehr unruhige Seezustände mit Wellenhöhen von bis zu 4,5 Metern gemeldet, was die Schifffahrt erheblich gefährdet.
Quellen
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