Gesellschaft: Surigao del Sur

Surigao del Sur plant Verbot von obszönen Vorführungen in Hahnenkämpfen

Die Provinzverwaltung von Surigao del Sur bereitet eine neue Verordnung vor, um obszöne Darbietungen in Hahnenkampf-Arenen zu verbieten. Hintergrund der Initiative ist die öffentliche Empörung über ein Video, das in der Stadt Cantilan aufgenommen wurde. Darin sind Frauen in knapper Kleidung zu sehen, die innerhalb einer lokalen Arena auftreten.

Volunteer teamwork ,volunteering spirit help to clean park area in environment conservation.PlatooFotography
Symbolbild: Envato

Der Ausschuss für Recht, Justiz und Menschenrechte des Provinzrates (Sangguniang Panglalawigan) hat für Montag, den 19. Oktober, eine öffentliche Anhörung anberaumt. Die Sitzung findet im Legislative Building Session Hall in Capitol Hills, Barangay Telaje, in Tandag City statt. Ziel der Anhörung ist es, Stellungnahmen und Beiträge von Betreibern der Arenen, Konzessionsinhabern und Vertretern der Gemeinschaft einzuholen.

Der geplante Entwurf sieht vor, Eigentümern und Betreibern von Hahnenkampf-Arenen in der gesamten Provinz zu untersagen, nackte oder knapp bekleidete Frauen als Unterhaltungskünstlerinnen einzusetzen. Zudem sollen bei Verstößen Strafen verhängt werden.

Die rechtliche Initiative wird jedoch kritisch von der Anwältin Mary Helen Polinar Zafra betrachtet, die den Vorfall in Cantilan durch eine Veröffentlichung in den sozialen Medien erst bekannt gemacht hatte. Zafra mahnte, dass der Gesetzgebungsprozess die strafrechtliche Verfolgung nach nationalem Recht nicht verzögern dürfe. Sie verwies darauf, dass Behörden bereits durch das revidierte Strafgesetzbuch, insbesondere die Artikel zu schwerem Skandal und unmoralischen Lehren, sowie durch das Cockfighting Law von 1974 (Presidential Decree No. 449) befugt seien, die Organisatoren zu verfolgen. Zafra forderte eine sofortige und unparteiische Untersuchung der Arena in Cantilan, um die strafrechtliche Verantwortlichkeit zu klären.