Suche nach vermisstem US-Staatsbürger in Negros Oriental intensiviert
EditDie Polizei in Negros Oriental sucht nach einem US-Staatsbürger, der seit Wochen als vermisst gilt. Die Behörden versuchen derzeit, die Bewegungen des Mannes namens Nathan Macvittie lückenlos nachzuvollziehen, nachdem er im Juni auf den Philippinen eingereist war und mutmaßlich die Insel Negros besuchte.
Captain Stephen Polinar, Sprecher des Negros Oriental Police Provincial Office (NOrPPO), bestätigte am 7. September, dass die Polizei Informationen über das Verschwinden des Ausländers erhalten hat. Um Macvitties Wege seit seiner Ankunft im Land zu klären, arbeitet die Polizei mit verschiedenen Stellen zusammen, darunter die Provinzerkenntnisdienststelle des NOrPPO, die regionale Erkenntnisdienststelle des Police Regional Office-Negros Island Region (PRO-NIR), die philippinische Küstenwache sowie Fluggesellschaften.
Nach aktuellen Erkenntnissen erreichte Macvittie am 5. Juni Cebu City von Manila aus. Wie er anschließend nach Negros Oriental gelangte, ist bislang ungeklärt. Die Familie des Vermissten hat Flugblätter mit Informationen bereitgestellt, die unter anderem eine finanzielle Chronologie enthalten. Diese zeigt Geldtransaktionen über Geldautomaten in den Provinzen Negros Oriental und Negros Occidental. Die letzte dokumentierte Transaktion fand am 20. Juli in Tayasan, Negros Oriental, statt. Trotz dieser Hinweise konnte Macvittie bisher nicht gesichtet werden.
Basierend auf den Kartendaten vermuten die Ermittler, dass der Amerikaner Orte wie Dumaguete City, Bacong, Dauin, Zamboanguita, Bayawan City, Sta. Catalina, Jimalalud und Guihulngan City in Negros Oriental sowie Calatrava, Cadiz und Bacolod City in Negros Occidental besucht haben könnte. Polinar, der auch die Provinzerkennungsdienst für Touristen leitet, plant zudem eine Abstimmung mit der Einwanderungsbehörde (Bureau of Immigration), um zu prüfen, ob Macvittie tatsächlich nach Negros Oriental gereist ist.
Parallel dazu untersuchen die Beamten ballistische Beweise aus einem anderen Vorfall in Barangay Bajumpandan, Dumaguete City. Dort wurden in der vergangenen Woche ein US-Staatsbürger und seine philippinische Ehefrau erschossen. Die ballistische Untersuchung soll klären, ob die Tatwaffen mit anderen Verbrechen in Verbindung stehen und zur Identifizierung der Verdächtigen beitragen können. Die Obduktion des Paares ergab, dass beide jeweils eine einzige tödliche Schusswunde aus nächster Nähe erlitten, was frühere Berichte über mehrere Schusswunden korrigiert. Da es keine Zeugen oder Videoaufnahmen gibt, fehlen der Polizei bislang weitere Anhaltspunkte. Die Beisetzung des Ehepaars Duell ist vorläufig für den 9. September in einem Friedhof in Dumaguete City geplant.




