Gesellschaft: Landesweit

Studie: Filipinos setzen bei der Nachlassplanung auf Bildung statt nur auf Vermögen

Bei der Planung des eigenen Erbes legen Filipinos zunehmend Wert auf Bildung und langfristige finanzielle Sicherheit statt auf den reinen Transfer von materiellem Wohlstand. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung von Sun Life Asia mit dem Titel „Passing the Torch: When Legacy Means More Than Money“ hervor.

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Symbolbild: Envato

Laut der Studie, die im August 2026 unter 3.073 Befragten in Hongkong, Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Singapur und Vietnam durchgeführt wurde, sehen 92 Prozent der philippinischen Teilnehmer die Weitergabe von Vermögenswerten als Ziel an. Dennoch stehen andere Faktoren im Vordergrund: Bildungschancen wurden von 56 Prozent der Befragten als wichtigste Priorität genannt, gefolgt von Vermögen und Familientraditionen, die jeweils von 45 Prozent angeführt wurden.

Unter denjenigen, die den Transfer von Vermögen planen, streben 61 Prozent ein langfristiges Wachstum der Anlagen an. Weitere 55 Prozent möchten damit grundlegende Familienbedürfnisse decken, während 53 Prozent die Finanzierung von Bildung anvisieren.

JJ Moreno, der Country Head und CEO von Sun Life Philippines, erklärte, dass sich die Sichtweise der Familien grundlegend wandle. Das Ziel sei nicht mehr allein die Weitergabe von Geld, sondern die Schaffung von Möglichkeiten und die Vermittlung von Werten, um künftigen Generationen Werkzeuge für den Erfolg an die Hand zu geben. Er betonte zudem, dass der Erhalt von Vermögen auch bedeute, die Erben entsprechend vorzubereiten.

Die Studie zeigt auch Fortschritte bei der praktischen Umsetzung der Nachlassplanung auf den Philippinen. Der Anteil der Personen, die ihre Pläne vollständig dokumentiert und kommuniziert haben, stieg von sechs Prozent im Jahr 2025 auf 36 Prozent an. Damit liegt die Rate auf den Philippinen über dem regionalen Durchschnitt von 22 Prozent. Zudem gaben 25 Prozent der Befragten an, keine Nachlasspläne zu haben, was einen Rückgang gegenüber den 25 Prozent des Vorjahres darstellt (die Zahl derer ohne Plan sank laut Text von 25 auf 8 Prozent).

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Sorge groß, dass das Vermögen nicht über die nächste Generation hinaus Bestand haben wird. 82 Prozent der Befragten äußerten diesbezüglich Bedenken. Als Hauptgrund nannten die Hälfte der Teilnehmer die mangelnde finanzielle Vorbereitung der Begünstigten, gefolgt von Marktvolatilität mit 46 Prozent. Besonders besorgt sind jüngere Generationen: 86 Prozent der Generation Z und 84 Prozent der Millennials sorgen sich um das langfristige Überleben ihres Erbes.

In Bezug auf die Kommunikation gibt es noch Potenzial: Zwar haben 70 Prozent der Befragten Nachlassthemen bereits mit ihrer Familie besprochen, aber nur 25 Prozent gaben an, ihre Pläne auch vollständig kommuniziert zu haben. Auch die Inanspruchnahme professioneller Finanzberatung ist ein Wachstumsfeld; 34 Prozent haben bereits Rat gesucht, während 50 Prozent Interesse daran bekunden.