Stromsperren in Davao bis Oktober 2026 ausgesetzt
Die Stromabschaltungen bei unbezahlten Rechnungen werden in der Region Davao vorerst ausgesetzt. Das Energieunternehmen Davao Light and Power Company Inc. (Davao Light) informierte seine Kunden darüber, dass die Sperrung des Stromanschlusses aufgrund von Zahlungsrückständen bis Oktober 2026 ausgesetzt bleibt.
ERC, die EO Nr. 110 verlängert hat. Die vorübergehende Aussetzung betrifft die Abrechnungszeiträume von August bis Oktober 2026 und gilt sowohl für private Haushalte als auch für gewerbliche Kunden innerhalb des Versorgungsgebiets von Davao Light.
Trotz der Aussetzung der Sperren hat das Unternehmen Kunden mit finanziellen Mitteln dazu aufgerufen, ihre Rechnungen weiterhin pünktlich zu begleichen. Dies solle helfen, das Haushaltsbudget zu verwalten und das Anwachsen hoher Rückstände in den kommenden Monaten zu verhindern.
Die Entscheidung kommt in einer Phase steigender Stromkosten in der Region Davao. DCM stiegen die Stromtarife für Haushalte zwischen Dezember 2025 und Juni 2026 bei allen vier Stromversorgern der Region an. Davao Light verzeichnete dabei den stärksten Anstieg: Der Tarif für Privatkunden kletterte von 9,71 Pesos pro Kilowattstunde (kWh) im Dezember 2025 auf 12,30 Pesos im Juni 2026. Für den Abrechnungszeitraum vom 11. Juli bis zum 10. August 2026 wurde der Tarif weiter auf 13,09 Pesos pro kWh angehoben.
Im regionalen Vergleich weist das Northern Davao Electric Cooperative (Nordeco) mit 14,00 Pesos pro kWh den höchsten Tarif auf, gefolgt vom Davao Oriental Electric Cooperative (Doreco) mit 13,01 Pesos. Das Davao del Sur Electric Cooperative (Dasureco) verzeichnete im gleichen Zeitraum die stabilsten Preise.
Die WESM zurückgeführt. Unternehmen, die einen größeren Anteil ihres Strombedarfs über diesen Markt decken, sind anfälliger für Preissprünge. Nordeco bezieht etwa 78 Prozent seines Stroms über den WESM, während Davao Light bei etwa 40 Prozent liegt. Als Ursachen für die hohen Preise nennt Davao Light unter anderem gleichzeitige Stromausfälle in verschiedenen Regionen des Landes, die Folgen eines schweren Erdbebens in Süd-Mindanao im Juni sowie geplante Wartungsarbeiten an Kraftwerken.