Stromgenossenschaft in Oriental Mindoro verteidigt hohe Strompreise
In der Provinz Oriental Mindoro haben die hohen Stromtarife für Unmut gesorgt. Die Oriental Mindoro Electric Cooperative (Ormeco) hat sich nun verteidigt und in einer Stellungnahme vom 24. Juli erklärt, dass sie die vollen Kosten der Strombeschaffung nicht eins zu eins an die Verbraucher weitergegeben habe.
Die Ormeco unterstützt eine Untersuchung der Unregelmäßigkeiten bei den Stromgebühren. Ihre Reaktion erfolgt unmittelbar vor einer geplanten Protestaktion der Mindoro Consumer Coalition, die niedrigere Tarife sowie eine Untersuchung der Genossenschaft und der National Electrification Administration (NEA) fordert.
Im Zentrum der Kritik stehen mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei dem wettbewerblichen Auswahlverfahren (Competitive Selection Process, CSP) für Stromlieferverträge. Die Ormeco stellte klar, dass die tatsächlichen Kosten für den im Mai 2026 bezogenen Strom 18,2907 Pesos pro Kilowattstunde (kWh) betrugen.
Die Kunden wurden jedoch nur mit 14,9177 Pesos pro kWh belastet, wobei die Genossenschaft die Differenz von rund 97,71 Millionen Pesos zunächst selbst auffing. Eine Rückforderung dieser Beträge müsse erst durch die Energy Regulatory Commission (ERC) geprüft werden, wobei verschiedene Szenarien zur Minimierung der Belastung für die Haushalte untersucht werden.
Die Ormeco wies zudem die Behauptung zurück, die Tarife seien bereits auf 21 Pesos pro kWh gestiegen; dies sei lediglich eine Schätzung. Der offizielle Tarif für Juli 2026 liege bei 17,2278 Pesos pro kWh. Als Hauptursache für die Kostensteigerung nannte die Ormeco die Abhängigkeit von einer teuren Notstromversorgung (Emergency Power Supply, EPS).
Diese sei notwendig geworden, während neue Lieferanten im Rahmen des CSP auf die Genehmigung der ERC warten. Zudem trugen die Krise im Nahen Osten, die daraus resultierenden höheren globalen Treibstoffpreise sowie die im März 2026 verhängte nationale Energie-Notlage zur Preisentwicklung bei. Auch eine landesweite Erhöhung der subventionierten Erzeugungsraten durch die National Power Corp. habe die Preise beeinflusst.
Quellen
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