Steuerhinterziehung: BIR erstattet Sunwest und Führungskräften Anzeige wegen 22,71 Milliarden Pesos
Die philippinische Steuerbehörde Bureau of Internal Revenue (BIR) hat am 24. DOJ gegen das Unternehmen Sunwest, Inc. sowie dessen Führungskräfte eingereicht. Betroffen sind die Präsidentin Aderma Angelie Descarga Alcazar und der Schatzmeister Cesar Zacarias Buenaventura. Der Vorwurf lautet Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit einer geschätzten Fehlbetrag bei der Einkommensteuer in Höhe von 22,71 Milliarden Pesos.
Die Ermittlungen der BIR ergaben, dass das Unternehmen in den Steuerjahren 2019 bis 2024 vorsätzlich Einkünfte zu niedrig deklariert hat. Zudem wurden nicht belegbare Einkäufe und CWT in den Steuererklärungen angegeben. Die Behörde stützt die Anklage auf Verstöße gegen die Abschnitte 254 und 255 des NIRC von 1997 im Rahmen des Programms zur Verfolgung von Steuerhinterziehern, dem sogenannten RATE-Programm.
Der Fall wurde nach einer Anweisung von Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. eingeleitet, die eine umfassende Untersuchung mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei Hochwasserschutzprojekten forderte. Die nationale Ermittlungsabteilung (NID) autorisierte daraufhin eine Voruntersuchung gegen Sunwest, Inc. Dabei stellte die BIR fest, dass die in den Steuererklärungen angegebenen Beträge erheblich von den Zahlungen abwichen, die DPWH sowie die Plattform 'Isumbong Mo sa Pangulo' meldeten.
Nachdem das Unternehmen einer Vorladung vom 5. Februar 2026 zur Vorlage von Buchhaltungsunterlagen nicht vollständig nachgekommen war, wandte die BIR die Regelung zur Ermittlung der bestmöglichen Beweise an. Ein Abgleich der Unternehmensunterlagen mit Daten von Drittparteien wie dem DPWH, der NPC und der Philippine Ports Authority (PPA) deckte nicht deklarierte Einkünfte in Höhe von 6,29 Milliarden Pesos auf. Zudem wurden 36,63 Milliarden Pesos an Einkäufen und 3,65 Milliarden Pesos an Ausgaben aufgrund fehlender Belege nicht anerkannt. Zusammen mit nicht belegten Steuergutschriften in Höhe von 291,12 Millionen Pesos ergibt sich die Gesamtforderung von 22,71 Milliarden Pesos, die auch Zuschläge, Zinsen und Strafen umfasst.
Quellen
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