Steuerentlastung für Millionen: Gesetzesentwurf sieht höhere Freibeträge vor
EditIm philippinischen Repräsentantenhaus wurde ein neuer Gesetzesentwurf eingebracht, der Millionen von Arbeitnehmern eine spürbare finanzielle Entlastung bringen könnte. Der Entwurf mit der Bezeichnung House Bill 10345 sieht vor, die jährliche Einkommensteuerfreigrenze von derzeit 250.000 Pesos auf 350.000 Pesos anzuheben.
Die Einbringung des Entwurfs erfolgte am 28. Juli 2026 durch den Sprecher des Repräsentantenhauses, Faustino „Bojie“ Dy III, und den Mehrheitsführer Ferdinand Alexander „Sandro“ Marcos. Damit reagiert das Parlament unmittelbar auf die Forderungen von Präsident Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr., der erst am Vortag in seiner fünften Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) dazu aufgerufen hatte, die Steuerbefreiungsgrenzen zu erhöhen, um die finanzielle Belastung der arbeitenden Bevölkerung zu senken.
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, könnten Personen mit einem Jahreseinkommen von bis zu 350.000 Pesos ab dem 1. Januar 2027 vollständig von der Einkommensteuer befreit werden. Für Einkommen, die über dieser Grenze liegen, sieht der Entwurf angepasste, gestaffelte Steuersätze vor. Das Vorhaben soll den National Internal Revenue Code in Abschnitt 24 ändern, um die Steuerklassen für philippinische Staatsbürger und ansässige Ausländer neu zu strukturieren.
Trotz der geplanten Änderungen bleiben wesentliche bestehende Regelungen erhalten. Verheiratete Paare berechnen ihre Steuern weiterhin getrennt, wobei nicht eindeutig zuordenbare Einkünfte hälftig geteilt werden. Mindestlohnempfänger bleiben von der Einkommensteuer auf ihr steuerpflichtiges Einkommen, einschließlich Zuschläge für Feiertage, Überstunden, Nachtschichten und Gefahrenzulagen, vollständig befreit. Selbstständige und qualifizierte Fachkräfte behalten zudem die Option, statt der regulären Staffeltarife eine optionale Steuer von acht Prozent auf Bruttoverkäufe und Einnahmen oberhalb der neuen Grenze zu wählen.
Der weitere Gesetzgebungsprozess sieht vor, dass der Entwurf sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat passieren muss, bevor er dem Präsidenten zur Unterzeichnung oder zum Veto vorgelegt wird. Sprecher Dy betonte, dass das Haus Maßnahmen, die der Präsident in seiner SONA hervorgehoben hat, vorrangig behandeln werde.




