Starker Anstieg der Strompreise in Davao sorgt für Kritik
EditDie Ratsmitgliederin Pamela Librado-Morata hat angesichts massiv gestiegener Stromtarife in Davao City zu einem stärkeren Verbraucherschutz und einer Überprüfung der nationalen Energiepolitik aufgerufen. In einer Rede vor dem Stadtrat kritisierte die Vorsitzende der Ausschüsse für Bürger-, politische und Menschenrechte sowie für Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten, dass die steigenden Kosten Haushalte, die bereits unter der Inflation leiden, überproportional belasten.
Besonders die Entwicklung bei der Davao Light and Power Company fiel ins Gewicht. Laut Angaben von Morata stieg der Stromtarif für Privathaushalte von 9,71 Pesos pro Kilowattstunde im Dezember 2025 auf 13,09 Pesos im Juli 2026 an. Dies entspricht einer Steigerung von fast 35 Prozent innerhalb von nur sieben Monaten. Die Ratsmitgliedin wies darauf hin, dass diese Preissteigerungen vor allem Geringverdiener und kleine Unternehmen hart treffen, da gleichzeitig die Preise für Treibstoff, Transport und Grundnahrungsmittel steigen.
Morata untermauerte ihre Forderungen mit Beispielen aus der Bevölkerung. Sie berichtete von einem Haushalt, dessen Stromrechnung trotz einfacher Haushaltsgeräte angeblich von rund 3.294 Pesos auf fast 17.000 Pesos sprunghaft anstieg. Ein weiterer Fall betraf eine Familie, deren monatliche Rechnung sich von 1.200 auf 2.600 Pesos verdoppelte; ERC eine Stromsperre angekündigt worden.
Ein zentraler Kritikpunkt ist zudem die mangelnde Transparenz. Während Davao Light höhere Erzeugungskosten aufgrund einer verringerten Stromversorgung anführte, DOE, die von einer stabilen Stromversorgung und ausreichenden Reserven sprachen. Morata forderte daher eine öffentliche Anhörung unter Beteiligung von Davao Light, der ERC, dem DOE, der National Grid Corporation of the Philippines (NGCP) und weiteren Akteuren.
Auf nationaler Ebene regte die Ratsmitgliedin eine Reform des Electric Power Industry Reform Act (EPIRA) an. Sie argumentierte, dass die aktuelle Struktur des Stromsektors dazu führe, dass Verbraucher die Volatilität am Spotmarkt (WESM), schwankende Wechselkurse und importierte Brennstoffpreise allein tragen müssen. Sie appellierte an den Kongress, Gesetze zu schaffen, die die Energieversorgung sicherer und die Preise transparenter gestalten.





