Sprengstoffvorfälle in Manila kurz vor der Rede des Präsidenten entdeckt
EditKurz vor der jährlichen Rede des Präsidenten zur Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) kam es in der philippinischen Hauptstadt Manila zu zwei Vorfällen mit Sprengstoffen. Gegen Mitternacht detonierte eine Explosion am Eingang des Justizministeriums (Department of Justice, DOJ), ohne dass Personen verletzt wurden.
Einige Stunden später, gegen 8:30 Uhr morgens, entdeckte ein Abschleppfahrer in der Nähe des Senats einen mutmaßlich nicht gezündeten Sprengsatz. Das Sicherheitspersonal des Senats wurde alarmiert, woraufhin Spezialkräfte den Fund sicherten. Unter den sichergestellten Materialien befanden sich ein Zünder, eine Uhr sowie ein Glas mit einem braunen Pulver, das nun auf seine Zusammensetzung geprüft wird.
Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Vorfälle miteinander in Verbindung stehen. Der Chef der nationalen Polizei (Philippine National Police, PNP), Jose Melencio Nartatez Jr., erklärte, dass die Polizei derzeit untersucht, ob es sich um koordinierte Anschläge handelt. Obwohl die Polizei über Notfallpläne für Bombenandrohungen und Anschläge verfügt, räumte Nartatez ein, dass der Vorfall vor dem Justizministerium trotz der Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden habe.
Die Vorfälle ereigneten sich in einer Phase politischer Spannungen, während Präsident Ferdinand Marcos Jr. seine Rede vor dem Hintergrund eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Vizepräsidentin Sara Duterte und Korruptionsvorwürfen im Land hielt. Der Sprecher der Polizei von Manila, Philipp Ines, gab an, dass die genaue Stärke der Explosion am Justizministerium noch Gegenstand der Ermittlungen sei. Medienaufnahmen zeigten Trümmerteile und eine zerbrochene Windschutzscheibe eines Fahrzeugs am Tatort.














