SONA 2026: Präsident Marcos berichtet über Beförderungen im Bildungswesen und neue Stellen
EditIm Rahmen seiner fünften Lagebericht an die Nation (State of the Nation Address, SONA) am Montag hat Präsident Ferdinand Marcos Jr. umfangreiche Fortschritte im philippinischen Bildungswesen angekündigt. Laut dem Präsidenten wurden mehr als 80.000 Lehrkräfte und Schulleiter im öffentlichen Dienst befördert. Dies sei durch das Programm zur erweiterten Karriereentwicklung (Expanded Career Progression) ermöglicht worden.
Zusätzlich zur Förderung des bestehenden Personals wurden über 30.000 neue Lehrerstellen geschaffen, um die Lehrkräftekapazitäten zu stärken. Marcos bezog sich dabei auf sein Versprechen aus dem Vorjahr, dass keine Lehrkraft an öffentlichen Schulen im niedrigsten Rang, dem sogenannten Teacher I, in den Ruhestand gehen solle. Um die Unterrichtsqualität zu unterstützen, habe die Regierung zudem technisches Equipment wie Smart-TVs, Laptops, Tablets, Mikrofon-Sets sowie kostenloses mobiles Datenvolumen bereitgestellt.
Um dem Mangel an Klassenzimmern entgegenzuwirken, arbeitet die Regierung mit dem DPWH, der Philippine Amusement and Gaming Corporation (PAGCOR) und lokalen Verwaltungseinheiten zusammen. Ein Teil der Infrastruktur soll zudem durch private Partnerschaften (Public-Private Partnerships, PPP) realisiert werden. Hierbei ist bereits geplant, über 16.000 Klassenzimmer in Luzon durch den Privatsektor bauen zu lassen; weitere Projekte für die Regionen Visayas und Mindanao sollen folgen.
Neben Bildungsfragen thematisierte der Präsident auch wirtschaftliche Projekte wie den Pax Silica Hub. Während Marcos die wirtschaftlichen Vorteile dieses von den USA geführten Industrieprojekts hervorhob, regte sich Widerstand. Die Aktivistengruppe Bagong Alyansang Makabayan (Bayan) organisierte eine Protestkundgebung unter dem Namen „People’s Sona“, an der laut Veranstaltern rund 15.000 Menschen teilnahmen, um die Initiative zu kritisieren.













