Sinkende Inflationsraten in Palawan und Puerto Princesa im Juni 2026
In der Provinz Palawan und der Stadt Puerto Princesa hat sich die Inflation im Juni 2026 verlangsamt. Nach Angaben der staatlichen Statistikbehörde Philippine Statistics Authority (PSA) sank die Inflationsrate in der Provinz Palawan auf 4,7 Prozent im Vergleich zu 5,5 Prozent im Mai. In Puerto Princesa City verzeichnete die Stadt eine Rate von 3,5 Prozent, was einen Rückgang gegenüber den 3,9 Prozent im Mai bedeutet.
Oscar H. Gatpandan, der amtierende Leiter der PSA-Abteilung in Palawan, berichtete während einer Pressekonferenz zur Inflationslage im Juni 2026, dass dieser Rückgang primär auf eine langsamere Preissteigerung bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken zurückzuführen sei. In der Provinz Palawan trug diese Kategorie mit einer Inflation von 4,8 Prozent rund 82,7 Prozent zur allgemeinen Verlangsamung bei. Bei den Lebensmitteln verlangsamte sich der Preisanstieg insbesondere bei Getreide und Getreideprodukten, vor allem bei Reis (9,6 %), sowie bei Fisch und anderen Meeresfrüchten (5,2 %). Bei Gemüse war sogar ein leichter Rückgang der Preise um 0,1 Prozent zu verzeichnen. Auch die Kosten für Wohnen, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe wirkten der Inflation entgegen, da sie eine Rate von -1,4 Prozent aufwiesen.
Trotz der Entspannung bleiben Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit einem Anteil von 51,3 Prozent der größte Treiber der Inflation in Palawan. Der Transportsektor folgt mit einer Inflationsrate von 22,1 Prozent und einem Anteil von 31,1 Prozent an der Gesamtinflation. Zu den wichtigsten Preistreibern in der Provinz gehören Reis (10,7 %), Benzin (46,6 %), der Straßenpersonennahverkehr, Restaurants und Cafés sowie Brennholz. In Puerto Princesa City machten Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 41,3 Prozent und der Transportsektor 39,8 Prozent der Inflation aus. Ein weiterer Faktor in der Stadt war der Bereich Information und Kommunikation mit einem Anteil von 6,5 Prozent, was hauptsächlich auf Internetdienste zurückzuführen ist.
Auch bei den Haushalten, die zu den untersten 30 Prozent der Einkommensschichten gehören, verlangsamte sich die Inflation. In Palawan sank die Rate von 7,0 Prozent im Mai auf 5,6 Prozent im Juni, während sie in Puerto Princesa von 3,3 Prozent im Vormonat auf 2,1 Prozent zurückging. Für das erste Halbjahr des Jahres 2026 lag die durchschnittliche Inflationsrate sowohl in der Provinz Palawan als auch in Puerto Princesa City bei jeweils 2,9 Prozent.
Evelyn D. Valdez, die amtierende Leiterin der Zweigstelle der Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) in Puerto Princesa, bezeichnete das Sinken der Inflationsrate als gute Nachricht für alle, da dies die Kaufkraft des Pesos verbessere. Sie äußerte die Hoffnung, dass die Rate weiterhin sinkt, was eine große Hilfe für die Bevölkerung darstelle. Zudem erklärte sie, dass die jüngste Einstufung des Landes als Land mit mittlerem Einkommen das Vertrauen der Investoren stärken und langfristig mehr wirtschaftliche Chancen schaffen werde. Obwohl die Zentralbank die Preise nicht direkt kontrolliere, helfe sie durch die Geldpolitik, etwa durch die Anpassung der Zinssätze, die Inflation zu steuern.
Um die Auswirkungen von El Niño abzufedern, setzen lokale Agrarbeamte auf kontinuierliche Wetterwarnungen, Ernteversicherungen und Informationskampagnen für Landwirte und Fischer. Parallel dazu führt das Handelsministerium (Department of Trade and Industry, DTI) in Palawan regelmäßige Marktüberwachungen durch, um Verbraucher vor unzertifizierten Produkten und Preisverstößen zu schützen. Zudem sollen Kadiwa-Märkte weiterhin zur Stabilisierung der Lebensmittelpreise und zur Verbesserung des Zugangs zu erschwinglichen Agrarprodukten beitragen.