Senatorin Legarda fordert Priorisierung des Klassenzimmer-Mangels im Budget 2027
Angesichts der bevorstehenden Beratungen des Kongresses über den nationalen Haushalt für das Jahr 2027 hat die Senatorin Loren Legarda die Behebung des landesweiten Mangels an Klassenzimmern als eine der dringendsten Prioritäten der Regierung bezeichnet. In einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung betonte sie, dass der Fokus der Kinder beim Schulbesuch auf dem Lernen liegen sollte und nicht auf der Frage, ob sie einen Sitzplatz finden oder ob das Klassenzimmer sicher ist.
Die aktuelle Situation stellt laut Legarda eine erhebliche Belastung für den Bildungssektor dar. Überfüllte, heiße und unsichere Lernumgebungen erschweren nicht nur den Lernerfolg der Schüler, sondern beeinträchtigen auch die Effektivität des Unterrichts durch die Lehrkräfte. Sie warnte davor, dass jedes nicht gebaute oder unbrauchbar gebliebene Klassenzimmer den Zugang zu Bildung und deren Qualität direkt untergrabe.
Daten der zweiten Kongresskommission für Bildung (Edcom II) verdeutlichen das Ausmaß der Krise: Das Land benötigt voraussichtlich mehr als 165.000 zusätzliche Klassenzimmer. Dies liegt unter anderem daran, dass bis zum Jahr 2028 über 51.000 bestehende Räumlichkeiten aufgrund von Alter und Verfall als unbrauchbar eingestuft werden könnten. Sollten die aktuellen Defizite nicht behoben werden, wird prognostiziert, dass der Mangel bis 2028 auf über 200.000 Klassenzimmer ansteigen wird.
Legarda forderte, dass der Haushalt 2027 ausreichende Mittel für die Schulinfrastruktur bereitstellen muss. Dies umfasse den Bau neuer Räumlichkeiten sowie die Sanierung, Reparatur und den Ersatz alter oder unsicherer Schulgebäude. Die Folgen des Mangels äußerten sich bereits in Form von Schichtunterricht, provisorischen Lernorten und einer allgemeinen Störung des Bildungsalltags für Millionen philippinischer Kinder.
Obwohl das Problem landesweit besteht, von überfüllten Schulen in Ballungsräumen bis hin zu abgelegenen Gemeinden -, seien besonders Kinder in geografisch isolierten und benachteiligten Gebieten von den jahrzehntelangen Infrastrukturdefiziten betroffen. In diesem Zusammenhang verwies die Senatorin auf den von ihr initiierten „Geographically Isolated and Disadvantaged Areas (GIDA) Schools Act“. Der Gesetzentwurf, der am 25. Juni 2026 an das Büro des Präsidenten übermittelt wurde, wartet derzeit auf die Entscheidung des Präsidenten. Das Gesetz soll die Unterstützung für Schulen in isolierten, benachteiligten oder von Konflikten betroffenen Regionen institutionalisieren und Lücken bei Infrastruktur, Lernmaterialien und der Lehrerunterstützung schließen.