Wirtschaft: Landesweit

Senatoren fordern Abschaffung der Systemverlustgebühren bei Stromrechnungen

Die finanzielle Belastung philippinischer Haushalte durch hohe Stromkosten soll sinken: Mehrere Senatoren haben Gesetzesentwürfe eingebracht, die es Energieversorgern und Genossenschaften untersagen sollen, sogenannte Systemverlustgebühren an die Verbraucher weiterzugeben.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
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Hintergrund dieser Vorstöße ist die Forderung von Präsident Ferdinand Marcos Jr., die Reform des Stromsektors (Electric Power Industry Reform Act, Epira) zu überarbeiten. Senatspräsident Win Gatchalian brachte den Entwurf „System Loss Charge Abolition Act“ (Senatsgesetz 2350) ein, um die Weitergabe von Systemverlusten sowie der darauf erhobenen Mehrwertsteuer an die Kunden zu stoppen.

Die Auswirkungen dieser Gebühren auf den Alltag sind erheblich: Bei dem Energieversorger Meralco machen Systemverlustgebühren üblicherweise etwa fünf bis sechs Prozent der gesamten Stromrechnung aus. Ein Haushalt mit einem monatlichen Verbrauch von 200 Kilowattstunden (kWh) im Zeitraum von August 2025 bis Juli 2026 zahlt durchschnittlich 148,95 Pesos pro Monat für diese Verluste - das entspricht einer jährlichen Belastung von 1.787,38 Pesos pro Haushalt, noch ohne die zusätzliche Mehrwertsteuer.

Neben Gatchalian unterstützen auch die Senatoren JV Ejercito und Erwin Tulfo die Entlastung der Haushalte. Ejercito reichte mit dem Senatsgesetz 2342 einen Entwurf zur Abschaffung der Gebühren sowie mit dem Senatsgesetz 2343 einen Vorschlag zur Streichung der 12-prozentigen Mehrwertsteuer auf Strom ein. Das gesparte Geld könne für Grundbedürfnisse wie Lebensmittel, Medizin oder Bildung genutzt werden.

Erwin Tulfo, Vorsitzender des Senatsausschusses für Energie, verfolgt ebenfalls mehrere Ansätze. Mit der Senatsresolution 537 strebt er eine Untersuchung der aktuellen Regelungen unter dem Epira-Gesetz an. Zudem brachte er Entwürfe ein, um das Energiereststeuergesetz (Batas Pambansa Blg. 36) aufzuheben und Systemverlustgebühren von der Mehrwertsteuer zu befreien. Der Ausschuss plant, die entsprechenden Vorschläge bereits am 30. Juli zu beraten.