Senator Lacson reicht Beweise gegen Unregelmäßigkeiten bei Infrastrukturprojekten in Taguig ein
EditSenator Panfilo „Ping“ Lacson hat dem Büro des Ombudsmanns Beweismittel vorgelegt, die auf massive Unregelmäßigkeiten bei Infrastrukturprojekten in der Stadt Taguig hindeuten. Die am Dienstag, den 28. Juli 2026, überreichten Dokumente und Zeugenaussagen sollen als Grundlage für strafrechtliche und administrative Verfahren gegen die Verantwortlichen dienen. Betroffen sind laut Lacson fragwürdige Staatsausgaben in Milliardenhöhe, wobei er auch Senator Alan Peter Cayetano, dessen politisches Machtzentrum Taguig ist, namentlich nennt.
Die Untersuchungen beziehen sich auf den Zeitraum von 2020 bis 2025. In diesen Jahren wurden in Taguig Infrastrukturprojekte im Wert von insgesamt 14,4 Milliarden Pesos durchgeführt; weitere Verträge werden derzeit noch überwacht. Lacson gab an, dass die mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten in Taguig weitaus umfangreicher seien als die zuvor untersuchten Probleme bei Hochwasserschutzprojekten in Bulacan.
Zu den beschuldigten Methoden gehören unter anderem die falsche Darstellung eines illegalen Landgewinnungsprojekts als Hangschutzmaßnahmen, die Erstellung fiktiver Projekte („Ghost Projects“), Doppelbudgetierungen sowie die Verwendung alter Fotos bereits abgeschlossener Bauvorhaben, um Abrechnungen für neue Projekte zu stützen. Der Senator prüft dabei mögliche Vergehen wie Plünderung (Plunder), Veruntreuung sowie Verstöße gegen das Gesetz gegen Korruption und unlautere Praktiken (RA 3019). Die Beweise basieren auf offiziellen Regierungsdaten aus öffentlichen Datenbanken sowie Informationen aus vertraulichen, aber zuverlässigen Quellen.
Neben der Untersuchung durch den Ombudsmann könnte auch der Blue-Ribbon-Ausschuss des Senats die Vorfälle im Rahmen seiner laufenden Untersuchung zu Infrastrukturunregelmäßigkeiten prüfen. Lacson erklärte, sein Büro habe mindestens fünf Fallstudien zu den Projekten in Taguig vorbereitet, die dem Ausschuss vorgelegt werden könnten. Er betonte, dass die Einreichung beim Ombudsmann eine parlamentarische Untersuchung nicht ausschließe.
Die Vorwürfe führten zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den Politikern. Senator Cayetano bezeichnete die Enthüllungen von Lacson als bösartig und stellte dessen Motive sowie Glaubwürdigkeit infrage. Lacson wies dies zurück und erklärte, seine Ermittlungen dienten der Rechenschaftspflicht und nicht der Politik. Er kündigte an, die Untersuchungen weiter zu vertiefen.




