Politik: Metro Manila

Senator Escudero fordert Verbot von Glücksspielwerbung in Massenmedien

Ein Gesetzentwurf, der die Werbung für Glücksspiele in den Massenmedien sowie in digitalen Kanälen drastisch einschränken soll, wurde von dem philippinischen Senator Francis „Chiz“ Escudero eingebracht. Ziel des Gesetzentwurfs Senate Bill No. 2347, auch bekannt als „Gambling Advertising Prohibition Act“, ist es, zwanghaftes Wettverhalten einzudämmen und Minderjährige vor aggressiven Werbestrategien zu schützen.

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Symbolbild: Envato

Die geplanten landesweiten Beschränkungen würden die Kommunikation rund um das Glücksspiel in den Bereichen Fernsehen, Radio, Printmedien, Websites, mobilen Anwendungen und sozialen Medien betreffen. Escudero verglich die notwendige Regulierung der Glücksspielbranche mit den Maßnahmen, die vor zwei Jahrzehnten durch den Tobacco Regulation Act von 2003 für Tabakprodukte eingeführt wurden. Der Entwurf sieht ein Verbot von Kampagnen mit Prominenten oder Influencern sowie Sponsoring-Aktivitäten bei Sportveranstaltungen, Konzerten und kulturellen Events vor.

Auch Produktplatzierungen, Werbegeschenke und Markenartikel, die unter 21-Jährige ansprechen könnten, wären untersagt. Werbung dürfte künftig nur noch innerhalb von Glücksspielstätten oder auf den offiziellen Webseiten und Apps der Betreiber stattfinden, sofern eine Altersprüfung für Personen ab 21 Jahren sichergestellt ist. Mit diesem Schritt möchte der Senator die bisherigen freiwilligen Beschränkungen des Ad Standards Council in eine einheitliche nationale Richtlinie überführen und bestehende Regulierungslücken schließen.

Die Branche hat eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung, deren Bruttoeinnahmen aus Glücksspielen im Jahr 2025 auf 396,13 Milliarden PHP geschätzt wurden. Escudero betonte jedoch, dass der wirtschaftliche Beitrag durch Schutzmaßnahmen gegen unverantwortliches Glücksspiel ausgeglichen werden müsse. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, erhielten Betreiber, Werbetreibende, Rundfunkanstalten und Online-Plattformen ein Jahr Zeit, um die verbotenen Inhalte aus dem Verkehr zu ziehen.

Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 500.000 PHP, Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren sowie der Entzug von Geschäftslizenzen. Zudem sollen Warnhinweise zum verantwortungsbewussten Glücksspiel sowie staatliche Aufklärungskampagnen über Suchtrisiken und Hilfsangebote verpflichtend werden.