Schuhindustrie in Carcar City unter existenziellem Druck
EditDie traditionelle Schuhindustrie in Carcar City, die einst als „Schuhhauptstadt des Südens“ galt, steht vor massiven wirtschaftlichen Herausforderungen. Billige Importware setzt den lokalen Markt unter Druck, und die Beschaffung von Rohstoffen ist ein weiteres Problem: Da die lokalen Handwerker Leder, Sohlen und Klebstoffe meist nur in kleinen Mengen kaufen, sind ihre Materialkosten deutlich höher als die der großen ausländischen Massenproduzenten.
Ein weiterer Faktor, der die Lage erschwert, ist der Siegeszug des Online-Handels. Plattformen wie Shopee, Lazada und TikTok Shop haben das Kaufverhalten massiv verändert. Während viele lokale Hersteller noch auf den Verkauf in physischen Geschäften setzen, verlagert sich der Fokus der Konsumenten auf trendorientierte Fast-Fashion und günstige Alternativen, die direkt nach Hause geliefert werden.
Neben den wirtschaftlichen Faktoren leidet das Handwerk auch unter einem Nachwuchsmangel. Viele der verbleibenden Schuhmacher sind zwischen 40 und 60 Jahre alt, während immer weniger junge Menschen den Beruf erlernen. In der Vergangenheit mussten einige Werkstätten ihre Belegschaft bereits drastisch reduzieren, etwa von 20 auf nur noch sechs Mitarbeiter, um den sinkenden Aufträgen und steigenden Kosten zu begegnen.
Laut Esperanza „Hope“ Melgar, der stellvertretenden Direktorin des regionalen Handelsministeriums (DTI 7), ist die Kombination aus globalem Wettbewerb, steigenden Produktionskosten und veränderten Konsumgewohnheiten eine große Bedrohung für die Schuhindustrie. Sie erklärte am Montag, den 27. Juli 2026, dass das DTI verschiedene Hilfen anbietet, um die mehr als 20 erfassten Schuhproduzenten in Carcar City zu unterstützen.
Dazu gehören die Unterstützung bei der Unternehmensregistrierung, Mentoring, die Teilnahme an Fachmessen sowie Hilfe beim digitalen Marketing. Zudem wird Finanzierungshilfe über die Small Business Corp. bereitgestellt, um die Betriebe bei der Anpassung an den digitalen Markt zu unterstützen.





