Wirtschaft

Schädlingsbefall bei Zuckerrohr: Negros Oriental fordert Katastrophenzustand

Der Katastrophenschutzrat der Provinz Negros Oriental (PDRRMC) hat eine Resolution verabschiedet, mit der die Ausrufung eines landesweiten Katastrophenzustands empfohlen wird. Grund dafür ist der anhaltende Befall von Zuckerrohrplantagen durch die rotgestreifte Wollläuse (Red-striped soft scale insect, RSSI).

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Bild: PIA - negor-pdrrm-2

In einer Sitzung in Dumaguete City unter dem Vorsitz von Provinzialverwalter Arthur Tolcidas wurde das Schreiben an die Provinzversammlung (Sangguniang Panlalawigan, SP) gerichtet. Ein offizieller Katastrophenzustand würde es der Provinzverwaltung ermöglichen, den Soforthilfefonds (Quick Response Fund, QRF) zu nutzen und betroffenen Landwirten gezielte Nothilfe zu leisten.

Die Ausbreitung des Schädlings nimmt laut Daten des Provinziallandwirts Emmanuel Caduyac massiv zu. Bis zum 22. Juli erstreckte sich der Befall bereits über 17.125 Hektar, während am 26. Juni noch 15.250 Hektar betroffen waren. Der Schädlingsbefall breitete sich von der Nachbarprovinz Negros Occidental nach Negros Oriental aus. Gemeldet wurden Fälle in Mabinay sowie in den Städten Bais, Tanjay, Canlaon und Bayawan sowie in angrenzenden Gemeinden.

Erwin Macias, Vorsitzender des SP-Ausschusses für Katastrophenvorsorge, erklärte, dass eine solche Erklärung notwendige Maßnahmen zur Notfallreaktion, Eindämmung sowie zur Sanierung und Erholung ermöglichen würde. Obwohl bisher erst zwei lokale Verwaltungseinheiten einen Katastrophenzustand ausgerufen haben, wachse das Problem exponentiell. Er betonte, dass bereits die Erklärung durch zwei Kommunen ausreiche, um sofortige Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Wollläuse einzuleiten.

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Symbolbild: Envato

Gouverneur Manuel „Chaco“ Sagarbarria hatte zuvor bereits eine Exekutivverordnung erlassen, um eine Task Force für Soforthilfe, Entlastung und Erholung in den betroffenen Gebieten ins Leben zu rufen. In der Provinz Negros Oriental sind insgesamt 48.901,43 Hektar mit Zuckerrohr bepflanzt. Die Gemeinde Mabinay weist mit 11.120,84 Hektar die größte Anbaufläche auf, wovon 4.778 Hektar vom Schädling befallen sind.

Weitere betroffene Gebiete umfassen die Stadt Bayawan (2.683 Hektar), Bais (1.702 Hektar), Tanjay (1.404 Hektar), Canlaon (996 Hektar), Manjuyod (895 Hektar), Tayasan (476 Hektar), Vallehermoso (401 Hektar), Guihulngan (391 Hektar), Ayungon (335 Hektar), Amlan (301 Hektar), Bindoy (259 Hektar), Basay (130 Hektar) und Jimalalud (105 Hektar).

Der SRA, Pablo Luis Azcona, hatte bereits im Juni bei einem Besuch in Dumaguete City berichtet, dass die Wollläuse in 56 Barangays der Provinz auf 1.465 Hektar verteilt waren. Die SRA strebt eine engere Zusammenarbeit mit der Regierung von Negros Oriental an, um den Schutz des Zuckerrohrsektors zu stärken.

Quellen