Sara Duterte vergleicht ihr Amtsverfahren mit dem von Jejomar Binay
EditDie philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte hat sich in einer Medienbefragung auf die Erfahrungen des ehemaligen Vizepräsidenten Jejomar Binay bezogen. Duterte betonte, dass ihre Situation grundlegend anders sei als die von Binay, da sie bereits zweimal ein Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) durchlaufen habe. Sie erklärte gegenüber Medienvertretern, dass Binay ihr in dieser Hinsicht nicht gleichkommen könne, da er nie ein solches Verfahren durchlaufen habe. Binay, der zwischen 2010 und 2016 unter der Regierung von Präsident Benigno Aquino III. amtierte, sah sich im Jahr 2015 mit Vorwürfen konfrontiert, die ihn mit Unregelmäßigkeiten in der Stadt Makati in Verbindung brachten. Binay war damals der Ansicht, dass der Malacañang-Palast Einfluss auf ein mögliches Impeachment-Verfahren gegen ihn ausübe wolle. Er wurde jedoch nie formell angeklagt oder einem Impeachment-Verfahren unterzogen.
Gegenwärtig steht Sara Duterte wegen des mutmaßlichen Missbrauchs öffentlicher Gelder, unerklärlichen Vermögens und Drohungen gegen ihr Leben vor einem Amtsenthebungsverfahren. Der Impeachment-Gerichtshof des Senats befasst sich aktuell mit dem zweiten Artikel der Anklageschrift, der das unerklärliche Vermögen der Vizepräsidentin betrifft. In diesem Zusammenhang bestätigte der Rat zur Bekämpfung der Geldwäsche (Anti-Money Laundering Council, AMLC), dass ein mit der Vizepräsidentin und ihrem Ehemann verbundenes Unternehmen Zahlungen in Höhe von insgesamt 319 Millionen Pesos aus China und Hongkong erhalten hat. Davon entfielen 315,93 Millionen Pesos auf das chinesische Festland und 3,39 Millionen Pesos auf die Sonderverwaltungsregion Hongkong.
Duterte wies diese Vorwürfe zurück und stellte die Frage, ob Geschäfte mit China aufgrund von nationalen Sicherheitsrisiken untersagt seien. Sie kritisierte die Sichtweise, dass Handelsbeziehungen mit China problematisch seien, und bezeichnete die Haltung als beschämend. Zudem äußerte sie die Sorge, dass die Philippinen durch solche Debatten zu einem „Unruhestifter“ in Südostasien würden, während gleichzeitig Drogenlieferungen aus Laos und Thailand das Land erreichten.
Die Äußerungen machte die Vizepräsidentin anlässlich des 91. Jahrestages des Büros des Präsidenten, bei dem sie Mitarbeiter der Behörde ehrte. Dabei rief sie die anwesenden Staatsbediensteten dazu auf, ihren Fokus auf den öffentlichen Dienst zu legen. Sie betonte, dass die Aufgabe der Regierungsangestellten der öffentliche Dienst sei, während sie über die Motivationen von Politikern keine gesicherte Aussage treffen könne.






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