Philippinen und USA planen engere Zusammenarbeit bei Energie und Kernkraft
EditDie Philippinen und die Vereinigten Staaten streben eine erweiterte Kooperation im Energiesektor an, um die Versorgungssicherheit des Inselstaates zu stärken und die Energiequellen zu diversifizieren. Bei einem Treffen in Washington, D.C., am 15. Oktober erörterten die philippinische Energieministerin Sharon Garin und ihr US-Amtskollege Chris Wright verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Ein zentraler Schwerpunkt der Gespräche lag auf der nuklearen Energieversorgung. Die Verhandlungen bauen auf dem im Jahr 2023 unterzeichneten und 2024 in Kraft getretenen Abkommen über die friedliche Nutzung der Kernenergie auf. Dabei wurde insbesondere das Programm „Foundational Infrastructure for Responsible Use of Small Modular Reactor Technology“ (FIRST) des US-Außenministeriums thematisiert. Dieses Programm soll den Aufbau technischer und institutioneller Kapazitäten für eine sichere Entwicklung der Kernenergie unterstützen.
Zusätzlich zur Kernkraft wurden Kooperationen bei Erdgas (LNG), Kohle, Geothermie und natürlichem Wasserstoff besprochen. Im Bereich der heimischen Ressourcen wurden die Aktivitäten des Unternehmens Koloma zur Erforschung von natürlichem Wasserstoff auf den Philippinen geprüft. Auch die strategische Bevorratung von Erdöl wurde diskutiert, wobei die Philippinen von der US-Erfahrung bei der Notfalllagerhaltung profitieren könnten. Die Regierung prüft zudem, das Land als Öl-Lagerzentrum für Asien zu positionieren, indem ausländischen Staaten der Aufbau von Speichereinrichtungen ermöglicht werden soll.
Um den Austausch zu fördern, wurde eine von der US-Handels- und Entwicklungsorganisation unterstützte Delegationsreise angekündigt. Diese soll philippinische Entscheidungsträger und Branchenvertreter mit US-Anbietern für Nukleartechnologie sowie Experten für Finanzierung, Regulierung und Fachkräfteentwicklung vernetzen.





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