Sara Duterte dementiert Gerüchte über Freilassung ihres Vaters durch den IStGH
EditIn sozialen Medien kursierten Behauptungen, wonach der ehemalige Präsident Rodrigo Duterte in Kürze vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) freigelassen werden soll. Diese Gerüchte basieren auf einer angeblichen Ankündigung seiner Tochter, der philippinischen Vizepräsidentin Sara Duterte, bei einer Kundgebung in London, dass eine Freilassung bereits in der nächsten Woche bevorstehe.
Sara Duterte selbst hat diese Gerüchte jedoch zurückgewiesen. In einem Interview in Den Haag stellte sie klar, dass sie eine solche Aussage in ihrer Rede nicht getätigt habe und nicht wisse, woher diese Information stamme. Sie verwies darauf, dass der Zeitplan des Verfahrens auf der offiziellen Website des IStGH einsehbar sei.
Laut ihren Angaben sind dort keine Anhörungen zu einer möglichen Freilassung verzeichnet; stattdessen sei lediglich der Beginn des Prozesses für den 30. November angesetzt. Gegen den ehemaligen Präsidenten Duterte wird im Rahmen des IStGH wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit ermittelt, die sich auf den sogenannten Krieg gegen die Drogen während seiner Amtszeit beziehen.
Die Vorwürfe sind schwerwiegend: Während Regierungsdaten von mindestens 6.000 Todesopfern ausgehen, beziffern Menschenrechtsorganisationen die Zahl der Getöteten auf über 30.000, darunter auch Kinder ab einem Alter von drei Jahren.



