Sicherheit: Bulacan

Sandiganbayan gewährt Bong Revilla Kaution im Fall eines angeblichen Scheinprojekts

Der ehemalige Senator Ramon „Bong“ Revilla Jr. darf gegen eine Kaution in Höhe von einer Million Pesos aus der Haft entlassen werden. Das Anti-Korruptionsgericht Sandiganbayan entschied am Freitag, den 31. Juli 2026, dass die Staatsanwaltschaft im Fall der Veruntreuung von Geldern für ein Hochwasserschutzprojekt in Pandi, Bulacan, keine hinreichend starken Beweise für seine Schuld vorgelegt hat.

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Die Entscheidung wurde von der dritten Abteilung des Sandiganbayan unter dem Vorsitz von Associate Justice Karl Miranda getroffen. Die Kaution bezieht sich spezifisch auf den Vorwurf der Veruntreuung durch Fälschung öffentlicher Dokumente. Da Revilla bereits für einen separaten Korruptionsfall Kaution hinterlegt hatte, aber aufgrund des nicht kautionsfähigen Veruntreuungsvorwurfs inhaftiert blieb, ermöglicht dieser Beschluss nun seine vorläufige Freilassung, sofern keine anderen rechtlichen Gründe gegen ihn sprechen.

Der Fall dreht sich um ein angebliches „Geisterprojekt“ im Bereich des Hochwasserschutzes in Bulacan mit einem Volumen von 92,8 Millionen Pesos. Die Staatsanwaltschaft des Ombudsmanns warf Revilla und sechs weiteren Angeklagten vor, das Projekt als abgeschlossen deklariert zu haben, obwohl vor Ort keinerlei bauliche Maßnahmen stattgefunden hatten. Eine gerichtliche Inspektion des Geländes bestätigte, dass keine physischen Strukturen errichtet worden waren. Die Beschuldigten sollen Berichte über den Baufortschritt gefälscht, betrügerische Abrechnungen erstellt und Zahlungsbelege eingereicht haben, um die vollständige Auszahlung der Projektkosten zu erwirken.

Während Revilla die Kaution erhalten konnte, wies das Gericht die Kautionsanträge seiner Mitangeklagten ab. DPWH, darunter Brice Ericson Diaz Hernandez und Jaypee De Leon Mendoza sowie Arjay Salvador Domasig, Emelita Capistrano Juat, Juanito Coronel Mendoza und Christina Mae Del Rosario Pineda. Bei ihnen sah das Gericht aufgrund der vorliegenden Beweise eine hinreichende Wahrscheinlichkeit der Schuld.

Die Ermittlungen gegen Revilla und die ehemaligen DPWH-Funktionäre begannen im Januar. In den Vorwürfen wird behauptet, dass durch eine Verschwörung 76 Millionen Pesos aus dem Budget für das Bulacan-Projekt freigegeben wurden, ohne dass die Umsetzung erfolgte. Zuvor hatten Zeugen wie der ehemalige DPWH-Unterstaatssekretär Roberto Bernardo behauptet, Revilla habe Schmiergelder in Höhe von 25 Prozent von Hochwasserschutzprojekten erhalten.