Russischer Raketenangriff im Schwarzen Meer tötet philippinischen Seefahrer
Am 18. Juli wurde der Supramax-Massengutfrachter Venturo, der unter der Flagge von Antigua und Barbuda fährt, im Hafen von Pivdennyi von einer russischen Rakete getroffen. Bei dem Angriff vor der Küste der Südukraine kam ein philippinischer Seefahrer ums Leben.
Das Opfer wurde als Jude Prado Pagunsan identifiziert, ein Bewohner von Sitio Wayang, Barangay Ubos, in Valderrama, Antique. Er hinterlässt eine Ehefrau und Kinder. Pagunsan war einer von zwei philippinischen Besatzungsmitgliedern, die bei dem Angriff ums Leben kamen. Laut Angaben des philippinischen Arbeitsministeriums (Department of Migrant Workers, DMW) wurden zudem zwölf weitere philippinische Seeleute verletzt, während eine Person weiterhin vermisst wird.
Die Familie des Verstorbenen hat die philippinische Regierung sowie das Schifffahrtsunternehmen aufgefordert, die Bergung und Rückführung der sterblichen Überreste zu beschleunigen. In sozialen Medien äußerten Angehörige den dringenden Wunsch nach Informationen und internationaler Unterstützung, um den Leichnam nach den Philippinen überführen zu können. Karmila Rose Dimamay, Mitglied des Provinzrates von Antique (Sangguniang Panlalawigan), und Jumerin Nicolas von der Overseas Workers Welfare Administration (OWWA) Region 6 besuchten die Hinterbliebenen, um staatliche Unterstützung zuzusagen.
Die Behörden warnen vor der verschlechterten Sicherheitslage im Schwarzen Meer, das aufgrund des anhaltenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine als Hochrisikogebiet eingestuft wird. DMW-Minister Hans Leo Cacdac berichtete, dass die Zahl der Angriffe auf Handelsschiffe mit philippinischen Besatzungen in den letzten zwei Wochen deutlich zugenommen habe.
Das Schwarze Meer gilt als strategisch wichtiger Korridor für den globalen Transport von Öl, Gas und Lebensmitteln, ist jedoch durch den Konflikt zu einem gefährlichen Einsatzgebiet geworden. Die zunehmende Gefahr für Seeleute und Schiffe unterstreicht die Notwendigkeit verstärkter internationaler Bemühungen, um die Sicherheit in der Region zu gewährleisten.