Sicherheit

Röntgentechniker in Manila wegen heimlicher Videoaufnahmen festgenommen

Ein 25-jähriger Mann, der sich als Röntgentechniker ausgab, wurde im Stadtteil Tondo in Manila festgenommen, nachdem er eine Patientin heimlich beim Umziehen gefilmt hatte. Der Vorfall ereignete sich in einer Klinik, als eine 27-jährige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung von Manila eine jährliche körperliche Untersuchung durchführen ließ.

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Bild: PIA - Mindoro State U expands backyard farming program to help families improve food security

Das Opfer bemerkte in der Umkleidekabine ein Mobiltelefon, das unter einem Tisch platziert worden war und direkt auf sie gerichtet war. Bei einer Überprüfung stellte die Frau fest, dass das Gerät bereits über elf Minuten lang Aufnahmen gemacht hatte, die sie in nacktem Zustand zeigten. Als sie den Verdächtigen konfrontierte, versuchte dieser, die Situation zu beschönigen, indem er behauptete, das Telefon habe lediglich eine Fehlfunktion gehabt. Er versprach zudem, das Video zu löschen.

Nachdem die Polizei den Verdächtigen festgenommen hatte, kam bei einer Durchsuchung des Telefons auf der Polizeistation weiteres Unrecht ans Licht. Die Frau entdeckte etwa 30 bis 50 weitere Videos, die offenbar auch andere Patienten, viele davon offensichtlich junge Menschen, zeigten. Der Mann hatte zudem eine Art Aufbau genutzt, der an die Erstellung von Vlogs erinnerte.

Untersuchungen ergaben, dass der Verdächtige gar kein registrierter Röntgentechniker ist. Er hatte sich lediglich als Student der Radiologie ausgegeben, der kurz vor seinen Prüfungen stehe. Gegen den Mann wird nun wegen Verstößen gegen das Gesetz gegen Foto- und Videovoyeure von 2009 sowie wegen Urkundenfälschung ermittelt, da er gegenüber der Polizei eine gefälschte Behindertenkarte vorgelegt hatte. Sollte sich bestätigen, dass er seine berufliche Identität vorgetäuscht hat, drohen zudem weitere Anklagen nach dem Radiologic Technology Act von 1992. Die Polizei plant, einen Durchsuchungsbeschluss für Cyberkriminalität zu beantragen.

Quellen