Gesellschaft

Rentner der Philippine National Bank fordern gerichtliche Zahlung ausstehender Leistungen

Fast 200 Rentner der Philippine National Bank (PNB) haben am Mittwoch vor dem Obersten Gerichtshof der Philippinen demonstriert. Die Senioren fordern, dass die ehemalige staatliche Bank dazu verpflichtet wird, COLA sowie spezielle Verbesserungszulagen (SAA) auszuzahlen. Diese Forderungen beziehen sich auf einen Zeitraum von sieben Jahren zwischen 1989 und 1996.

Congested Cityscape Of Baguio City Philippines
Symbolbild: Envato

Die ausstehenden Lebenshaltungskostenzuschläge entsprechen laut den Betroffenen 40 Prozent ihres Grundgehalts. Zusätzlich werden Zahlungen in Höhe von 10 Prozent als spezielle Verbesserungszulagen eingefordert. Der Rechtsbeistand der Gruppe, Goldelio Rivera, kritisierte die Bank für offensichtliche Verzögerungstaktiken. Er erklärte, die Versammlung vor dem Hochgericht diene dazu, den Unmut über das Verhalten der PNB zum Ausdruck zu bringen.

Der Rechtsstreit hat eine lange Vorgeschichte: Bereits im Jahr 2006 reichte Rivera eine Sammelklage bei einem Gericht in Pasay ein. Zwar ordnete der Oberste Gerichtshof im Jahr 2023 die Zahlung der zurückbehaltenen Zuschläge und Nachzahlungen an die ehemaligen Mitarbeiter an, doch die Bank legte daraufhin einen Antrag auf Überprüfung des Urteils ein. Dies habe die Auszahlung der lang erwarteten Leistungen blockiert.

Mariano Soria, Sprecher der Gruppe und ehemaliger Mitarbeiter, der 34 Jahre bei der Bank tätig war, appellierte eindringlich an das Gericht, den Fall umgehend abzuschließen. Er wies darauf hin, dass viele der insgesamt 8.000 Anspruchsberechtigung landesweit bereits sehr alt seien oder verstorben seien. Die Rentner befürchteten, dass sie alle verstorben sein würden, bevor die Zahlungen endlich bei ihnen ankommen. Der Protest der ehemaligen PNB-Mitarbeiter fand zeitgleich zur Feier des 110-jährigen Bestehens der Bank statt.

Quellen