Sicherheit: Pampanga

Razzia in Pampanga: Fabrik für radioaktiven und minderwertigen Stahl aufgedeckt

Bei einer Razzia in einem Stahlwerk in Magalang, Pampanga, haben das National Bureau of Investigation (NBI) und die Presidential Anti-Organized Crime Commission (PAOCC) eine Fabrik ausgehoben, die minderwertige Baumaterialien landesweit vertrieben haben soll. Die Behörden warnten vor einer massiven Gefahr für die öffentliche Sicherheit und die nationale Infrastruktur.

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Bild: PIA - Photo 1 (2)

Im Zuge der Operation am 18. Juli wurden vier leitende Angestellte des Unternehmens festgenommen. Zudem mussten 347 Arbeiter sowie 37 chinesische Staatsangehörige aus der Anlage evakuiert werden, da die Arbeitsbedingungen als gefährlich eingestuft wurden. Laut PAOCC-Exekutivdirektor Benjamin Acorda wurden radioaktive Industriematerialien, kontaminierte Produktionsanlagen und minderwertige Stahlprodukte im Wert von etwa 3 Milliarden Pesos sichergestellt.

Unabhängige Labortests ergaben, dass Stahlstäbe mit der Kennzeichnung „CX“ die vorgeschriebenen philippinischen Qualitätsstandards für Baustoffe nicht erfüllen. Die Anwältin Zulikha Marie Conales von der spezialisierten Abteilung des NBI für chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive Gefahren erklärte, dass die Stäbe radiologische Isotope wie Thorium und Uran enthielten.

NBI-Direktor Melvin Matibag äußerte sich besorgt über die Verbreitung der Produkte. Es gebe starke Anzeichen dafür, dass ein erheblicher Teil des minderwertigen Stahls bei dem Einsturz eines neunstöckigen Gebäudes in Angeles City verwendet wurde. Die Ermittler prüfen zudem, ob die Materialien in Hochwasserschutzprojekten zum Einsatz kamen, da Testkäufe in ganz Philippinen darauf hindeuten, dass der Markt mit den Produkten gesättigt ist.

Neben den Sicherheitsrisiken bei Bauwerken wurden schwere Verstöße gegen das Arbeitsrecht festgestellt. Acorda nannte unter anderem Lohnverstöße, die Nichtzahlung von Sozialleistungen, das Fehlen von Arbeitsschutzprogrammen sowie den Einsatz unsicherer Maschinen. Das DOH identifizierte zehn Arbeiter mit Verdacht auf radiologische Strahlenbelastung und empfahl eine langfristige medizinische Überwachung.

Das NBI hat empfohlen, gegen insgesamt 12 Verantwortliche des Unternehmens, einschließlich Gründern und Aktionären, rechtlich vorzugehen. Die Vorwürfe umfassen unter anderem Verstöße gegen das Gesetz zur Sicherheit der nationalen Kernenergie (Republic Act 12305) sowie das Gesetz über gefährliche Stoffe (Republic Act 6969).