Radioaktive Materialien und minderwertiger Stahl in Pampanga entdeckt
EditBei einer großangelegten Razzia in Magalang, Pampanga, haben philippinische Ermittler den unrechtmäßigen Besitz radioaktiver Industriematerialien sowie die Produktion und den landesweiten Vertrieb von minderwertigen Stahlprodukten aufgedeckt. Die Operation am 18. Juli 2026 richtete sich gegen das Unternehmen Chuangxing Steel Incorporated und stellte eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit und die industrielle Integrität dar.
Das National Bureau of Investigation (NBI) führte die Maßnahmen im Rahmen einer gemeinsamen Untersuchung mit der Presidential Anti-Organized Crime Commission (PAOCC) und der spezialisierten Einheit für chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive Stoffe (CFMIU) durch. Bei der Durchsuchung wurden radioaktive Industriematerialien, kontaminierte Produktionsanlagen sowie fertige Stahlprodukte sichergestellt, die sowohl radioaktiv belastet als auch strukturell mangelhaft waren. Der Gesamtwert der beschlagnahmten Güter wird auf über 3 Milliarden Pesos geschätzt.
Die Behörden warnten davor, dass die potenziell gefährlichen Baumaterialien bereits in kritische Infrastrukturen wie Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser, Brücken, Flughäfen und Regierungsgebäude hätten einfließen können. Durch den Einsatz der Durchsuchungsbeschlüsse wurde die Produktion und der Vertrieb der gefährlichen Materialien sofort gestoppt.
Neben den radiologischen Risiken deckten Inspektionen massive Verstöße gegen das Arbeitsrecht und die Arbeitssicherheit auf. Das Unternehmen versäumte es, gesetzlich vorgeschriebene Sozialleistungen zu zahlen, angemessene Schutzausrüstung bereitzustellen oder qualifiziertes Sicherheitspersonal einzusetzen. Von den insgesamt 384 Beschäftigten, 347 Filipinos und 37 Chinesen, wiesen 323 Arbeiter Anzeichen für eine mögliche radiologische Exposition auf, nachdem das PNRI Alpha- und Gamma-Strahlung im Werk nachgewiesen hatte. Das DOH empfahl daher eine langfristige medizinische Überwachung der Betroffenen.
Das DENR ordnete die sofortige Einstellung des Betriebs an, da die Anlage eine potenziell irreversible Gefahr für die Gesundheit der Arbeiter, die Öffentlichkeit und die Umwelt darstelle. Die Ermittler stellten zudem fest, dass das Unternehmen ohne Genehmigung radioaktive Stoffe verarbeitete und verstärkte Stahlstäbe herstellte, die nicht den nationalen Standards entsprachen. Das NBI hat die strafrechtliche Verfolgung von zwölf Verantwortlichen, darunter vier bereits festgenommene Führungskräfte, empfohlen.




