Präsident Marcos setzt auf EPIRA-Reformen zur Senkung der Stromkosten
EditPräsident Ferdinand R. Marcos Jr. hat sich am Mittwoch erneut dazu bekannt, die Stromkosten für philippinische Haushalte durch Reformen des Electric Power Industry Reform Act (EPIRA) zu senken. Ziel der Regierungsmaßnahmen ist es, die Verbraucher künftig von der Zahlung für Verluste im Stromnetz zu entlasten.
Anlässlich der Einweihung des ersten interaktiven Energiemuseums des Landes und des 25. Jubiläums des EPIRA betonte der Präsident, dass die Reformen darauf abzielen, die Unfairness im aktuellen System zu beheben. Er verwies auf seine jüngste Ansprache zur Lage der Nation (State of the Nation Address), in der er den Kongress ersucht hatte, das EPIRA-Gesetz zu ändern. Konkret solle die Weitergabe von Systemverlusten sowie die darauf entfallende Mehrwertsteuer an die Endverbraucher gestoppt werden. Es sei nur gerecht, dass Familien nur für den tatsächlich genutzten Strom bezahlen und nicht für Ineffizienzen, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen, so Marcos.
Die feierliche Eröffnung des Energiemuseums fand am 29. Juli 2026 im DOE Energy Center in BGC, Taguig City, statt. Bei der Besichtigung des Museums wurde der Präsident von der Energieministerin (DOE Secretary) Sharon Garin und dem prominenten Geschäftsmann Ramon Ang begleitet. An der Veranstaltung nahmen zudem weitere Vertreter der nationalen und lokalen Regierung teil.
Das neue Museum des Energieministeriums (Department of Energy, DOE) soll das Bewusstsein für Energiethemen stärken. Durch interaktive Exponate zu verschiedenen Energiequellen wie Solar-, Geothermie-, Wind-, Wasserkraft-, Erdgas-, Energiespeichersystemen und Kernenergie sollen die Filipinos über die Erzeugung, Lieferung und den Verbrauch von Elektrizität aufgeklärt werden. Zudem soll das Museum junge Menschen dazu inspirieren, Karrieren im Energiesektor zu ergreifen.
Rückblickend auf die 25 Jahre des EPIRA hob Marcos die Erfolge des Gesetzes hervor. Es habe den Stromerzeugungssektor für private Investitionen geöffnet, die Kapazitäten erweitert und einen wettbewerbsorientierten Markt geschaffen. Dies habe unter anderem dazu beigetragen, dass erneuerbare Energien mittlerweile 25 Prozent der Stromversorgung des Landes ausmachen. Trotz dieser Fortschritte bleibe die Höhe der Stromtarife eine Herausforderung, weshalb die Regierung die Energieeffizienz und die Beteiligung der Bevölkerung an der Energiesicherheit weiter vorantreiben wolle.





