Politik: Landesweit

Präsident Marcos setzt auf Diplomatie bei Spannungen mit China

Jüngste Äußerungen des chinesischen Botschafters Jing Quan haben in der philippinischen Gesetzgebung zu Forderungen geführt, den chinesischen Diplomaten zum Persona non grata zu erklären. Der Botschafter hatte in der vergangenen Woche im Rahmen eines Forums erklärt, dass man zwar mit Gewalt leicht gewinnen könne, man sich jedoch gegen Gewalt entscheide, da man den Frieden liebe.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
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Die philippinische Regierung unter Präsident Ferdinand Marcos Jr. hält an ihrem Kurs fest, Differenzen mit anderen Nationen vorrangig durch diplomatische Wege zu lösen. Dies bekräftigte das Präsidialamt (Malacañang) als Reaktion auf diese Äußerungen.

Claire Castro, PCO und Pressesprecherin des Palastes, betonte in einer Presseerklärung am Montag, dass der Präsident angesichts der Provokationen Chinas nicht nachgeben werde. Er verfolge dabei drei Kernprioritäten: die Diplomatie, den Schutz nationaler Eigeninteressen sowie die Verfolgung von Rechenschaftspflicht bezüglich mutmaßlich chinesisch finanzierter Unternehmen auf den Philippinen, die im Rahmen des Amtsenthebungsverfahrens gegen Vizepräsidentin Sara Duterte thematisiert wurden. Castro erklärte zudem, dass der Präsident eine Eskalation durch die Ernennung eines ausländischen Vertreters zum Persona non grata vermeiden wolle, da dies den diplomatischen Beziehungen zwischen Manila und Peking schaden könnte.

In Bezug auf die Souveränität im Westphilippinischen Meer rief Castro die Bevölkerung zur Einheit auf und betonte, dass Meinungsverschiedenheiten akzeptabel seien, solange es um die Rechte der Filipinos und die territorialen Interessen im Westphilippinischen Meer gehe. DFA und erklärte, dass das DFA über die notwendigen Schritte entscheiden solle, um die Gespräche mit China zu verbessern.