Wirtschaft: Landesweit

Präsident Marcos plant massive Ausweitung der Energiekapazitäten bis 2028

Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. hat in seiner fünften Lagebericht an die Nation (State of the Nation Address, SONA) angekündigt, die Energieversorgung der Philippinen durch den Bau neuer Kraftwerke und die Nutzung heimischer Ressourcen massiv zu stärken. Ziel der Regierung ist es, die nationalen Energiebedürfnisse durch den Einsatz von Geothermie, Wasserkraft, verflüssigtem Erdgas (LNG) und Wasserstoff langfristig abzusichern.

President Marcos assures public of energy security, expresses confidence in the country’s potential
Bild: PIA - President Marcos assures public of energy security, expresses confidence in the country’s potential

Nach Angaben des Präsidenten sollen bis zum Ende seiner Amtszeit insgesamt 200 Energieprojekte mit einer Gesamtkapazität von 10.000 Megawatt fertiggestellt werden. Davon befinden sich bereits 45 Projekte in der Endphase der Fertigstellung, wobei 31 Projekte noch in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen. Weitere 124 Projekte werden voraussichtlich bis zum Jahr 2028 fertiggestellt. Zusätzlich wird erwartet, dass Projekte für Energiespeichersysteme weitere 1.700 Megawatt zur Verfügung stellen. Diese Maßnahmen sollen die Versorgungssicherheit für rund 30 Millionen Haushalte und die Industrie im Land bis 2028 erhöhen.

Marcos betonte, dass die Beschleunigung dieser Projekte auf neue Richtlinien und Prozesse zurückzuführen sei, die das Geschäftsumfeld sowohl für philippinische als auch für ausländische Investoren verbessern. Die Regierung konzentriert sich verstärkt auf Technologien, die nicht von importierten Erdölprodukten abhängig sind, sondern auf erneuerbare und heimische Ressourcen setzen. Neben konventionellen Kraftwerken plant die Regierung den Ausbau von mehr als 60 Anlagen, die mit Geothermie, Solar-, Wind-, Wasser- und Biomasse betrieben werden.

Ein bedeutender Fortschritt sei die Verlängerung des Malampaya-Servicevertrags bis zum Jahr 2039, wodurch nach acht Jahren erstmals wieder Bohrungen möglich wurden. Der Präsident bezeichnete die entdeckten Reserven von 222 Milliarden Kubikfuß Erdgas als nationalen Schatz. Diese Menge reiche aus, um bis zum Jahr 2034 etwa 1,6 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen.

Lush tropical island paradise in siargao, philippines, showing stilt houses and palm trees
Symbolbild: Envato

Angesichts dieser Entwicklungen hat die Regierung bereits 14 Erdöl-Serviceverträge in den Regionen Luzon, Visayas und Mindanao vergeben, die höchste Anzahl an Verträgen, die jemals während einer einzigen Amtszeit eines Präsidenten vergeben wurde. Vier dieser Verträge betreffen die Wasserstoffproduktion, der als Reservebrennstoff für Kraftwerke, insbesondere in Gebieten ohne Netzanbindung, dienen soll. Bemerkenswert sei zudem, dass zwei dieser neu vergebenen Verträge erstmals in der politischen Geschichte des Landes gemeinsam mit der BARMM verwaltet werden.

Die Entwicklung der Wasserstofftechnologie habe bereits begonnen, wobei sich mehrere Projekte in der Vorentwicklungsphase befinden. Mögliche Standorte für Wasserstoffkraftwerke seien unter anderem Marinduque, Masbate, Zamboanga Sibugay und Basilan.