Präsident Marcos kündigt rechtliche Schritte gegen Cousin Romualdez an
EditIm Rahmen seiner jüngsten Ansprache an die Nation (State of the Nation Address, SONA 2026) hat Präsident Ferdinand Marcos Jr. angekündigt, dass gegen den ehemaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Ferdinand Martin Romualdez, voraussichtlich mehrere Strafverfahren eingeleitet werden. Laut Informationen des Ombudsmanns steht die Erhebung zahlreicher Anklagepunkte gegen den Abgeordneten aus Leyte bevor.
Der Hintergrund der drohenden Anklagen sind mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei staatlichen Hochwasserschutzprojekten. Romualdez wird vorgeworfen, Manipulationen bei der Budgetierung von Infrastrukturprojekten zugelassen zu haben, was zu betrügerischen Projekten in Milliardenhöhe geführt haben soll. Der Präsident betonte in seiner Rede, dass er nicht der Präsident seiner Familie oder seiner Freunde sei, sondern die Pflicht habe, im Interesse des philippinischen Volkes zu handeln. Er räumte ein, dass die Situation für ihn persönlich schmerzhaft sei, die rechtlichen Schritte jedoch notwendig seien.
Martin Romualdez, der zudem ein Cousin des Präsidenten ist, wies die Vorwürfe zurück und erklärte, er habe niemals um Sonderbehandlungen oder Gefälligkeiten gebeten. Er respektiere die Äußerungen des Präsidenten, auch wenn diese seine Familie verletzten. Der Jurist betonte, dass er seine Unschuld beweisen werde und die Einhaltung des ordnungsgemäßen Rechtsweges sowie die Rolle der Beweise entscheidend seien. Er hielt fest, dass keine einzelne Person die vollständige Kontrolle über den gesamten Budgetierungsprozess besitze.
Die Ermittlungen zu den korrupten Hochwasserschutzprojekten haben bereits weitere prominente Akteure erfasst. Unter den bereits angeklagten und inhaftierten Personen befinden sich der Senator Jinggoy Estrada, der ehemalige Senator Ramon „Bong“ Revilla Jr. sowie DPWH, Manuel Bonoan. In diesem Zusammenhang wird berichtet, dass der Ombudsmann erwägt, Bonoan als Kronzeugen in den Verfahren einzusetzen.












