Präsident Marcos kündigt Bildungsreformen und neue Stipendienprogramme an
EditPräsident Ferdinand R. Marcos Jr. hat umfassende Initiativen zur Stärkung des Bildungswesens und der Arbeitskräfteentwicklung angekündigt. In seiner fünften Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) vor dem Kongress im Batasang Pambansa stellte er Reformen für die Senior High School, das neue Programm „Presidential Scholars“, den Ausbau der technischen Berufsbildung (TVET) sowie die Förderung von Kompetenzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) vor. Ziel sei es, die Filipinos besser auf die Hochschulbildung und den zukünftigen Arbeitsmarkt vorzubereiten.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Reform des Lehrplans der Senior High School. Durch intensivierte Praxisphasen (Work Immersion) sollen Schüler praktische Fähigkeiten erwerben, um sie besser auf die reale Arbeitswelt vorzubereiten. Parallel dazu blickt der Präsident positiv auf die Qualität der Hochschulbildung im Land. Er verwies darauf, dass die Zahl der philippinischen Hochschulen, die in den „World University Rankings for Innovation“ gelistet sind, von lediglich 12 im Jahr 2022 auf aktuell 140 gestiegen ist. Mehr als die Hälfte dieser Institutionen sind staatliche oder lokale Universitäten und Colleges, an denen keine Studiengebühren anfallen.
Um junge Menschen zum Hochschulabschluss zu motivieren, führt die Regierung das Programm „Presidential Scholars“ ein. Das Büro des Präsidenten stellt hierfür eine finanzielle Unterstützung von 100.000 PHP für jeweils fünf Studierende in jedem Barangay landesweit bereit. Zudem wird die Bedeutung der technischen Berufsbildung (TVET) hervorgehoben, die bereits eine Vermittlungsquote von 81 Prozent aufweist. Programme wie „Tsuper Iskolar“ und „En-TSUPER-neur“ unterstützen beispielsweise Fahrer durch alternative Existenzsicherung, während das Arbeitsministerium (DOLE) und DA Schulungen für über 10.000 Landwirte und Fischer anbieten.
Durch das „Tech-Pro“-Programm wird die technische Berufsbildung zudem fest in den Lehrplan der Senior High School integriert. Dieser „leiterartige“ Ansatz ermöglicht einen nahtlosen Übergang von der Berufsausbildung zum Studium. So können Absolventen beispielsweise in der Elektroinstallation eine Basis für ein Ingenieurstudium legen oder Pflegekräfte durch eine Ausbildung im Bereich Caregiving den Weg in den Pflegeberuf ebnen. Umgekehrt können Hochschulabsolventen durch NC ihre Karriere wechseln oder eigene Unternehmen gründen.
Die TESDA arbeiten daran, Informationen zu Kursen, Trainingszentren und Anmeldeverfahren leicht zugänglich zu machen. Die Digitalisierung durch den „TESDA Passport“ soll die Zertifizierungsprozesse zusätzlich vereinfachen. Auch die Vorbereitung auf die digitale Wirtschaft steht im Fokus: Das DICT bietet gezielte Schulungen an. Da Künstliche Intelligenz eine dauerhafte Rolle spielen wird, hat die Regierung bereits Programme zur KI-Bereitschaft gestartet, die rund 1,8 Millionen Menschen, darunter Schüler, Eltern und Lehrer, erreicht haben. Die Programme zur Förderung der KI-Kompetenz und Stipendien für kritisches Denken und Innovation sollen weiter ausgebaut werden.



