Politik: Landesweit

Präsident Marcos fordert Aussetzung des Gesetzes zur Immobilienbewertung

Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat die Abgeordneten beider Kammern des Kongresses dazu aufgerufen, die Umsetzung des Gesetzes zur Reform der Immobilienbewertung vorübergehend auszusetzen. Dies geschah am Donnerstag während einer Sitzung des Legislative-Executive Development Advisory Council (LEDAC) im Malacañan-Palast.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
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Konkret geht es um den Real Property Valuation and Assessment Reform Act, auch bekannt als Republic Act No. 12001 (RPVARA). Mit diesem Vorschlag knüpfte der Präsident an Forderungen an, die er bereits in seiner State of the Nation Address formuliert hatte.

Das RPVARA-Gesetz, das Marcos bereits im Jahr 2024 unterzeichnet hatte, sollte die veralteten Methoden der Immobilienbewertung modernisieren. Durch die Einführung einer einheitlichen Wertermittlung, die internationalen Standards entspricht, sollte die bisherige Praxis ersetzt werden, bei der lokale Regierungen und private Gutachter unterschiedliche Methoden zur Wertermittlung anwandten.

Die Palast-Pressesprecherin Claire Castro erklärte gegenüber Journalisten, dass der Präsident die Aussetzung vorgeschlagen habe, um die wirtschaftlichen Belastungen für die Privatwirtschaft abzufedern. Ziel der vorübergehenden Aussetzung sei es, zusätzliche Kosten für Unternehmen bei der Immobilienbewertung zu vermeiden, Investitionen zu fördern und einen schrittweisen sowie fairen Übergang zum neuen Bewertungssystem zu gewährleisten.

Das Gesetz sieht vor, den aktuellen Marktwert als einzige Basis für die Bewertung von Immobiliensteuern heranzuziehen. Während die vollständige Umsetzung des Reformgesetzes für das Jahr 2028 geplant ist, strebt die Regierung nun durch die vorgeschlagene Verzögerung eine stabilere Übergangsphase an.