Wirtschaft: Landesweit

PHILRECA fordert staatliche Subventionen für den Wegfall von Systemverlustgebühren

Der Verband der ländlichen Elektrizitätsgenossenschaften der Philippinen (PHILRECA) VAT auf Systemverlustgebühren signalisiert. Gleichzeitig stellte der Verband jedoch klare Bedingungen für die Umsetzung der Reform, die von Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. angestoßen wurde.

Lush tropical island paradise in siargao, philippines, showing stilt houses and palm trees
Symbolbild: Envato

Laut PHILRECA darf die Steuerreform nicht dazu führen, dass nicht erstattungsfähige Kosten auf die Elektrizitätsgenossenschaften oder andere Akteure im Stromsektor abgewälzt werden. Der Verband betont, dass Verbraucher keine Steuern für Strom zahlen sollten, der bereits verloren gegangen ist, bevor er die Haushalte erreicht. Damit die Maßnahme eine echte Entlastung darstellt, fordert PHILRECA eine umfassende Überprüfung und gesetzliche Anpassung der bestehenden Steuerregeln.

Ein zentrales Problem stellt die aktuelle steuerliche Handhabung dar: Genossenschaften zahlen derzeit Vorsteuer (Input VAT) an Erzeugungsunternehmen und die National Grid Corporation of the Philippines (NGCP) für den Strom, der durch das Netz geleitet wird. Würde die Mehrwertsteuer nur am Ende der Kette für die Verbraucher gestrichen, könnten die Genossenschaften die bereits gezahlte Vorsteuer nicht mehr zurückfordern. Dies würde die geplante Steuerentlastung faktisch in zusätzliche Betriebskosten für die gemeinnützigen Organisationen verwandeln.

Um dies zu verhindern, schlägt der Verband eine Steuerbefreiung oder eine Nullsatz-Regelung für die gesamte Wertschöpfungskette des Stromsektors vor. Auch bei der Forderung von Präsident Marcos, die Systemverlustgebühren komplett aus den Stromrechnungen zu streichen, macht PHILRECA eine Bedingung: Die nationale Regierung müsse diese Kosten direkt über einen speziellen Subventionsmechanismus übernehmen.

PHILRECA weist darauf hin, dass technische Verluste in ländlichen Verteilungsnetzen oft unvermeidbar sind, da die Genossenschaften lange Leitungen durch schwieriges Gelände betreiben müssen. Diese Verluste seien physikalisch bedingt und kein Zeichen von Ineffizienz. Ohne staatliche Unterstützung könnte ein Verbot der Kostenrückforderung die ländlichen Genossenschaften in den Bankrott treiben und verstieße gegen Abschnitt 25 des Electric Power Industry Reform Act (EPIRA).

Sollte die Regierung die Kosten nicht direkt übernehmen wollen, plädiert der Verband gegenüber dem Kongress für einen leistungsbasierten Übergang. Dieser Rahmen sähe spezifische Obergrenzen für technische Verluste vor, die von der Energieregulierungsbehörde (Energy Regulatory Commission) festgelegt werden, sowie staatlich geförderte Netzmodernisierungen und strengere Maßnahmen gegen Stromdiebstahl.