Philippisches Innenministerium prüft Anklage wegen Menschenhandels gegen Jing Paras
EditDas philippinische Innenministerium (Department of the Interior and Local Government, DILG) prüft derzeit die Erhebung von Anklagen wegen Menschenhandels gegen den ehemaligen Abgeordneten von Negros Oriental, Jing Paras. Wie Innenminister Jonvic Remulla am Mittwoch mitteilte, gilt Paras als Person von Interesse in einem mutmaßlichen Komplott.
Laut Remulla deuteten die Ermittlungen darauf hin, dass Paras eine führende Rolle in der Angelegenheit spielen könnte. Er stehe in Verbindung mit einem Zuhälter, der die Pläne koordiniert habe. In diesem Zusammenhang wurden auch der Abgeordnete aus Batangas, Leandro Leviste, sowie der Name von Paras genannt. Der Fall kam ans Licht, nachdem das Nationale Ermittlungsbüro (NBI) einen Talentmanager festgenommen hatte, der mutmaßlich als Zuhälter fungierte.
Das mutmaßliche Schema zielte offenbar darauf ab, hochrangige Regierungsbeamte unter Einbeziehung von Frauen zu diskreditieren oder in eine Falle zu locken. Remulla erklärte, dass neben dem Exekutivsekretär Ralph Recto auch er selbst, DPWH, Vince Dizon, sowie weitere Beamte potenzielle Ziele dieses Plans gewesen seien.
Jing Paras und Leandro Leviste weisen die Vorwürfe zurück. Der Anwalt von Paras, Mark Kristopher Tolentino, erklärte am Samstag, sein Mandant weise jegliche Beteiligung an einer rechtswidrigen Verschwörung oder kriminellen Aktivitäten kategorisch von sich. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Wahrheit nach einer rechtmäßigen Prüfung aller Fakten ans Licht kommen werde. Eine Stellungnahme von Paras selbst steht bislang noch aus.





